Integration benachteiligter Schulkinder

Eltern, Lehrkräfte und Lokalräte trafen sich zu Beratung im Sonderschulzentrum Turnu Roşu

Dienstag, 05. Februar 2019

Hermannstadt – Im regionalen Schulzentrum für Inklusive Bildung der Ortschaft Turnu Roşu im Kreis Hermannstadt/Sibiu wurde am Dienstag, dem 29. Januar, ein Fortbildungsseminar unter der Bezeichnung „Dezvoltarea şi implementarea de instrumente motiva]ionale si didactice inovatoare pentru Şcoala sibiană inclusivă“ (Entwicklung und Anwendung neuester Erkenntnisse in den Bereichen Didaktik und Motivation zugunsten des Hermannstädter Schulangebots für Sonderbedürfnisse) durchgeführt, das im Vorfeld von der Lucian-Blaga-Universität Hermannstadt (ULBS) und dem Hermannstädter Kreisschulinspektorat gemeinsam konzipiert worden war. Die übergeordneten Ziele des Fortbildungsseminars bestehen in der Erfüllung einschlägiger Bildungs- und Erziehungsanforderungen, die in den Richtlinien des Operationellen EU-Förderprogramms für Humankapital 2014-2020 (Programul Operaţional Capital Uman, POCU) festgehalten sind.

Die in Turnu Roşu abgehaltene Begegnung zum Thema schulischer Sonderanforderungen in der Erziehung und Bildung von Kindern aus benachteiligten Verhältnissen, denen der Zugang zum gesetzlich verpflichtenden Schulbesuch aufgrund lokaler Abgeschiedenheit, Armut oder wegen Behinderungen körperlicher wie geistiger Art erschwert bleibt, brachte schulische Lehrkräfte, Eltern und Mitglieder des Lokalrates an einen Tisch und wurde als Gelegenheit zur Erörterung bislang noch nicht genutzter Möglichkeiten betreffend den Ausbau und die Stärkung gegenseitiger Wechselbeziehungen von Schule, Familie und Gesellschaft genutzt. Hervorgehoben wurde die Wichtigkeit eines permanenten Kontakts zwischen Eltern und Schule, der von der jeweiligen qualifizierten Bildungseinrichtung geführt werden müsse und womit den Eltern so nahegelegt sei, die Erziehung ihrer Kinder im privaten Alltag auf die im Schulunterricht angewandte Sondermethodik abzustimmen. Die ULBS und das Kreisschulinspektorat Hermannstadt beabsichtigen, weitere Begegnungen dieser Art zu veranstalten und gehen davon aus, dass mehrere Nichtregierungsorganisationen Interesse an der Durchführung und Unterstützung folgender Seminare signalisieren werden. Der auf Hermannstädter Regionalebene angestrebte Ausbau sozialer Zusammenarbeit im Rahmen der Beziehung von Schule, Familie und Gesellschaft soll der Aufstellung rückschrittlicher Grenzziehungen zwischen unterschiedlichen Bevölkerungskategorien, die in Klassenräumen, Lehrerbüros und auf Schulkorridoren verteidigt werden, entgegenwirken.

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