Intensive Bildaussagen der Schwarz-Weiß-Fotografie

Ausstellung im Bukarester Anti-Café Seneca

Samstag, 04. März 2017

Florina Petrescu schoss das Foto im Lower Antelope Canyon.
Foto: Florina Petrescu

Das „Mondlicht“ wurde in Den Haag von Cristian Tudose verewigt.
Foto: Cristian Tudose

Gabriela Pătrăşcan hat das Foto hierzulande in Klausenburg gemacht.
Foto: Gabriela Pătrăşcan

Im Bukarester Anti-Café Seneca gab es diesen Monat eine Ausstellung mit Schwarz-Weiß-Fotos, mit der die RGB-Fotoschule ihr neunjähriges Bestehen feierte. Insgesamt 26 Autoren haben 32 Fotos zur Schau gestellt. Răzvan Buluş, der sich die Ausstellung ausgedacht hat, erklärt seine Beweggründe für die Veranstaltung: „Für Schwarz-Weiß-Fotos ist visuelle Bildung notwendig, sowie Konzentration auf die Form, auf den Kontrast und auf die Verflechtung der Leuchtstärken.“ Die Geschichten hinter drei der ausgestellten Fotos schildern die Autoren Florina Petrescu, Gabriela Pătrăşcan und Cristian Tudose.

„Die Linien stellen nicht nur Gezappel dar, sondern auch die schemenhafte Weise des Lebens, das fließt. Die zwei Wände scheinen sich zu berühren, aber die Schatten zeigen, dass es möglich ist, dass es niemals passiert. Es ist vielleicht die positive Botschaft des Bildes, das mich dazu gebracht hat, dieses Foto zu zeigen.“ Florina Petrescu erzählt von einer Reise in die USA, auf der sie eine Freundin besucht hat. Sie schwärmt von einer Landschaft voller Schluchten und von einem Ort, der sie endgültig beeindruckt hat - Lower Antelope Canyon. Unauflöslichkeit und Freiheit sind Wörter, die der Autorin einfallen, wenn sie das Foto betrachtet, das sie an die Beziehung zu ihrer Freundin erinnert: „Ich glaube, das Foto veranschaulicht die Unauflöslichkeit, die wir uns alle von den Beziehungen wünschen, die wir im Laufe des Lebens entwickeln.“

Gabriela Pătrăşcan zeigt bei der Ausstellung ein Foto vom letzten Tag des Jahres 2016, das in Klausenburg/ Cluj-Napoca geschossen wurde. Das Bild fällt durch die Symmetrie auf, die Einzelheiten wie die gefaltete Struktur des Fensterholzes, die Bronze des alten und des neuen Schlosses muss man auch erwähnen, meint die Autorin. „Für mich ist es ein positiver Geisteszustand, der einem seelischen Schatten gleicht, ein eingebildetes Ying undYang, ein Geheimnis und eine Antwort zugleich.“ Cristian Tudoses Foto wurde in den Niederlanden geschossen. Abgebildet wird die Skulptur des polnischen Künstlers Igor Mitoraj mit dem Namen „Mondlicht“, das zum Museum „Beelden aan Zeen“ gehört und sich auf dem mit Skulpturen überfüllten Strand befindet. „Diese Skulptur hatte etwas Besonderes, sie überwachte das Meer und war völlig verschieden von den anderen“, meint Tudose. Sie vermittelt gemischte Gefühle, von Tristesse und Nachdenken zu Hoffnung“, sagt der Autor.

Die Ausstellung ist schon beendet, aber die Fotos können weiterhin auf der Internetseite http://www.rgbphotography.ro/portofoliu/expozitia-9-ani-rgb-photography betrachtet werden.

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