Intensivierung der Städtepartnerschaft

Vizebürgermeister von Linz besuchte Kronstadt

Freitag, 15. September 2017

Der Vizebürgermeister der Stadt Linz, Detlef Wimmer, war auch Gast des Kronstädter Forums.
Foto: Dieter Drotleff

Kronstadt – Seit fünf Jahren besteht die Partnerschaft zwischen Kronstadt/Braşov und der österreichischen Stadt Linz. Doch dieses mehr auf dem Papier. Die Initiative für deren Intensivierung ging von Christian Macedonschi, Kronstädter Stadtratsmitglied seitens des Deutschen Ortsforums, in diesem Jahr aus.

Gemeinsam mit dem unabhängigen Ratsmitglied Şerban Şovăială stattete er auf eigene Kosten Linz einen Besuch ab und führte sehr nützliche Gespräche mit der Stadtleitung, um die gegenseitigen Beziehungen auf Vordermann zu bringen.Das konkretisierte sich kürzlich durch den Gegenbesuch vom Vizebürgermeister von Linz, Detlef Wimmer, in der Stadt unter der Zinne. Begleitet von Christian Macedonschi, der auch das Besuchsprogramm ausgearbeitet hatte, machte er am letzten Tag seines Aufenthaltes gemeinsam mit seinem Kabinettschef Christian Deutlinger einen Besuch im Demokratischen Forum der Deutschen von Kronstadt. Der Historiker Thomas Şindilariu, Vorsitzender des Ortsforums, informierte die Gäste ausführlich über die Geschichte der Stadt, die heuer 475 Jahre seit Beginn der Reformation begeht, stellte das Forum als politische Vertretung der deutschen Minderheit vor. Ausführlich war die Aussprache über das deutschsprachige Schulwesen in der Stadt, wobei Vizebürgermeister Detlef Wimmer der erste ausländische Gast war, der sich an der Eröffnung des neuen Schuljahres an der größten deutschsprachigen Schule des Landes, dem Kronstädter Johannes-Honterus-Lyzeum, beteiligte.

Anlässlich der Begegnung im Festsaal des Forums, am Mittwoch, dem 13. September, beteiligten sich an den Aussprachen seitens des Vorstandes des Ortsforums Stadtratsmitglied Christian Macedonschi und der Journalist Dieter Drotleff. Vizebürgermeister Detlef Wimmer bot dabei eine Rückschau auf die hiesigen offiziellen Begegnungen mit Vertretern der Stadtleitung. Als positiv schätzte er die Aussprachen mit dem Bürgermeister von Kronstadt George Scripcaru ein, wobei auch dieser die Notwendigkeit der Intensivierung der Partnerschaft zwischen den beiden Städten unterstrich. Ein sehr nützliches Gespräch fand mit dem Kommandanten des Kreisinspektorates der Polizei, Chefkommissar Valentin Flucuş statt, wobei die guten Beziehungen zwischen der hiesigen Polizei und der von Linz unterstrichen wurden, die zur Lösung von Problemen von gemeinsamem Interesse führten. Nützliche Gespräche wurden auch mit den Mitgliedern der Kommission für soziale bzw. internationale Probleme des Stadtrates geführt. Im Programm standen auch Gespräche mit österreichischen Unternehmern und mit den beiden Vizebürgermeistern der Stadt. Diese beteiligten sich auch am Oktoberfest, bei dem die österreichische Band Musikministerium an mehreren Abenden für beste Stimmung sorgte.

Auch weitere wichtige Probleme, die die Stadt betreffen, wie der Flughafen, der öffentliche Personentransport, für den Linz als Modell dienen kann, wie Christian Macedonschi betonte, kamen zur Sprache. Ein positives Beispiel stellt auch der Linzer Bahnhof dar, das auf Kronstadt übertragen werden könnte. Die Gäste besuchten während ihres Aufenthaltes die Kirchenburg von Tartlau/Prejmer, die neue errichtete Marienburg von Feldioara, Schloss Peleş, waren Gast der 3D Ausstellung im Casa Mureşenilor-Gedenkmuseum.
Für den Ausbau der Partnerschaft zwischen beiden Städten sollen der Kulturaustausch, die Beziehungen im Bereich der Wirtschaft und Ausbildung durch Schüleraustausch, Tourismus und Sport intensiviert werden. Es sind Vorhaben, für die sich besonders die Kronstädter Seite einsetzen muss, damit die Beziehungen zwischen den beiden Städten schnellstens konkret werden.     



Kommentare zu diesem Artikel

ger, 15.09 2017, 10:37
Presseaussendung vom 14.09.2017
Beziehungen zur Partnerstadt Braşov intensiviert (Foto)
Illegale Bettelei war zentrales Thema des Besuches von Vizebürgermeister Detlef Wimmer in Rumänien

Der unter anderem für Städtekontakte und Sicherheit zuständige Referent, Vizebürgermeister Detlef Wimmer, reiste gemeinsam mit dem Direktor des Geschäftsbereiches Soziales, Jugend und Familie, Mag. Helmut Mitter, sowie Landespolizeidirektor-Stellvertreter Hofrat Mag. Erwin Fuchs zu einem dreitägigen Besuch nach Braşov (Kronstadt). Aus dem Umland der rumänischen Partnerstadt stammen viele BettlerInnen, die in die Stadt Linz kommen. „Es ist wichtig, das Problem an der Wurzel anzupacken“, erklärt Vizebürgermeister Wimmer. „Wir wollen die Beziehungen mit der Partnerstadt Braşov nutzen, damit in Rumänien die Bettlermigration nach Linz gebremst wird. Dazu sollen passende Sozialprogramme der EU genutzt werden. Die Bettler, die in Linz erwischt werden, sind großteils bei uns so genannte ‚Roma‘, für die sich in Rumänien niemand zuständig fühlt.“ Die Delegation traf sich mit rumänischen Vertretern der Politik, der Direktion für Soziale Dienste, sowie der Polizei. Dabei wurde unter anderem besprochen, dass in Linz gemischte Patrouillen mit rumänischen und österreichischen PolizeibeamtInnen durchgeführt werden könnten. Weitere Informationen werden aus Rumänien in Kürze übermittelt.
In Rumänien ist das Betteln generell per Gesetz verboten, auch stilles Betteln. In Braşov selbst wird jede Form der Bettelei geahndet. Neben der Bundespolizei gibt es eine eigene Stadtpolizei mit derzeit 162 MitarbeiterInnen (bei etwa 260.000 EinwohnerInnen).

Landespolizeidirektorstellvertreter Mag. Erwin Fuchs: „Wir konnten gute Gespräche mit der dortigen Polizei führen und werden die persönlichen Kontakte für eine Vertiefung der Zusammenarbeit nutzen."

Der Linzer Erhebungsdienst wird regelmäßig gemeinsam mit der Polizei aktiv, um illegale Bettellager zu räumen. Erst kürzlich rückten die Sicherheitskräfte aus, um in der Radfahrunterführung Wankmüllerhofstraße ein unerlaubtes Lager zu entfernen. Zwölf Personen errichteten mit Matratzen und Wohncouches vom Sperrmüll eine Schlafmöglichkeit. Nach mehrmaliger Aufforderung verließen sie die Unterführung. Die LINZ AG entsorgte die Schlafunterlagen.

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*