Internationale Auszeichnung für Elise Wilk

Die Autorin erhielt Preis der Irischen Botschaft

Donnerstag, 28. November 2013

Die junge Stückeschreiberin Elise Wilk. Foto: privat

Kronstadt - Die junge Theaterautorin Elise Wilk wurde mit dem Preis der Irischen Botschaft für angehende rumänische Dramatiker ausgezeichnet. Die Verleihungsfeier fand Anfang November in der Irischen Auslandsvertretung in Bukarest statt, wo Botschafter Gerard Corr der Gewinnerin den Preis überreichte.

Elise Wilk erhielt die Auszeichnung für ihr Theaterstück „Die grüne Katze” („Pisica verde”). Insgesamt hatten sich 15 junge Dramatikerinnen und Dramatiker beworben, von denen neben der Gewinnerin auch Mihaela Michailov für das Stück „Die Offline-Familie” und Liviu Cristian Dobre für „Nirvana” nominiert wurden. Der Wettbewerb wird von der Irischen Botschaft seit 2009 jährlich ausgeschrieben. Der Preis besteht aus einer Dotation, der professionellen Übersetzung des Stücks ins Englische und einer szenischen Lesung im Abbey-Theater, dem Nationaltheater Irlands.

„Den Wettbewerb kenne ich schon seit drei Jahren”, sagt Elise Wilk. „Die Auszeichnung bedeutet für mich sehr viel, nicht nur weil ’Die grüne Katze’ in Irland aufgeführt wird, sondern auch weil es um einen der wichtigsten Preise für junge rumänische Dramatiker geht. Für mich heißt das vor allem, dass ich immer besser werden muss. Die Erwartungen sind jetzt höher.“ Die junge Kronstädterin ist Absolventin des „Johannes Honterus“-Lyzeums. Sie studierte Journalismus in Klausenburg/Cluj, Literatur und Kommunikation an der Philologischen Fakultät Kronstadt/Braşov und Kreatives Schreiben an der Universität Neumarkt/Târgu Mureş. Die Berufserfahrung als Journalistin und Kulturreferentin sowie Fortbildungen und Praktika in Deutschland dienten ihr stets auch als literarische Inspiration.

Schon mit den Theaterstücken „Es geschah an einem Donnerstag“ („S-a întâmplat intr-o joi“, 2008) und „Die mittlere Lebenserwartung der Waschmaschinen“ („Durata medie de viaţă a maşinilor de spălat“, 2010) war die Autorin sowohl bei Wettbewerb-Jurys, als auch bei Theaterensembles in mehreren rumänischen Städten und beim Publikum selbst erfolgreich. Der Text „Die grüne Katze“ macht inzwischen international Karriere: im September gab es eine Lesung in Italien, im Juni 2014 steht eine Lesung auf dem Plan des Deutschen Theaters Berlin. In Rumänien wird das Stück ab Dezember im Bukarester „Metropolis“-Theater gespielt. Das neueste Stück von Elise Wilk, „Zimmer 701“ („Camera 701“), hatte vergangene Woche im Nationaltheater Neumarkt Premiere.

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