Ion Iliescu dementiert CIA-Gefängnis-Beichte

„Habe nichts dergleichen zugegeben“

Mittwoch, 29. April 2015

Bukarest (ADZ) - Ex-Präsident Ion Iliescu hat am Montag dementiert, gegenüber „Spiegel Online“ die Existenz eines CIA-Gefängnisses hierzulande eingeräumt zu haben: Alles, was er in dem Gespräch erwähnt habe sei, Ende 2002/Anfang 2003 einen „Sitz für eine CIA-Vertretung“ genehmigt zu haben; er sei höchst „unangenehm überrascht“, wie seine Aussagen im SPON-Beitrag wiedergeben worden sind, so der 85-Jährige in einem Blogeintrag.

Um es „ein für allemal klarzustellen“: Er habe „unter keinen Umständen die Existenz eines illegalen CIA-Geheim- oder Foltergefängnisses auf rumänischem Staatsgebiet“ zugegeben und darüber hinaus auch hervorgehoben, dass seine Antwort auf die US-Anfrage gewiss anders ausgefallen wäre, wenn er geahnt hätte, wozu der Standort dienen könnte. Was er genehmigt habe, sei „ein Sitz“ für eine CIA-Vertretung in unserem Land gewesen; angesichts dieses Wissens habe er dann auch all die Jahre die Existenz von CIA-Gefängnissen in Rumänien stets dementieren können. Weshalb er erst knapp eine Woche nach Erscheinen des SPON-Beitrags reagiert, ließ Iliescu unerwähnt.

Dafür wetterte der Altpräsident gegen nicht namentlich genannte Kritiker, die ihm nach Erscheinen des Beitrags vorgeworfen hatten, die US-Partner im Zuge des geplanten NATO-Beitritts Rumäniens mit einem Standort „bestochen“ und nun mit seinen jüngsten Statements auch noch „den Russen in die Hand gespielt“ zu haben.

Kommentare zu diesem Artikel

Helmut, 29.04 2015, 17:37
In jedem Gerücht steckt schon ein Körnchen Wahrheit.Dem CIA-und seinen Bruderorganisatione darf man nie trauen.Nicht einmal Obama traut ihnen.So sind eben Geheimdienste,aber sie sind trotzdem notwendig.Das Iliescu den" Russen in die Hände arbeitet" glauben nicht einmal die verbreiter einer solchen, blöden, Meldung selbst.

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