IRES-Umfrage: Rumänen fürchten Armut und Krieg

Korruption wird als „Hauptproblem“ des Landes gesehen

Samstag, 09. Mai 2015

Bukarest (ADZ) - Laut einer zum Thema der nationalen Sicherheit erhobenen Umfrage des Klausenburger Meinungsforschungsinstituts IRES fühlen sich viele rumänische Bürger im eigenen Land nicht sicher –  fast jeder  fühlt sich nämlich von irgendetwas bedroht.

Aus kurzfristiger Sicht empfanden 20 Prozent der Befragten das Kriegsrisiko als größte Bedrohung, während mittelfristig bei 19 Prozent der Befragten die Angst vor einer neuen Wirtschaftskrise und deren Auswirkungen auf das eigene Leben überwog. Die größte Furcht der Rumänen gilt der Armut (25 Prozent), gefolgt von Krankheiten (19 Prozent) während Kriminalität und Einsamkeit von bloß einem Prozent der Befragten gefürchtet werden.

Nur zwei Prozent der Befragten fürchten zurzeit keinerlei Bedrohung für das Land oder sich selbst, bezeigen die am Donnerstag bekannt gegebenen Umfrageergebnisse. Als Hauptprobleme des Landes führten die Befragten die grassierende Korruption (30 Prozent), Armut (28), die als prekär empfundene Wirtschaftslage (8), Arbeitslosigkeit (7) und das steigende Defizit der Rentenkasse (6) an. 70 Prozent der Befragten gaben zudem an, sich auch über die sinkende Umweltqualität Gedanken zu machen, während 65 Prozent sich mit Fragen der Armut und des sozialen Ausschlusses auseinandersetzen.

Die Umfrage wurde landesweit im Zeitraum 17.-22. April durchgeführt, befragt wurden insgesamt 1519 Personen.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 11.05 2015, 13:14
@Don Emilio&Dirk.Einverstanden,solche Leute habe ich auch getroffen...aber das war anders gemeint.Wer kommt in RO ohne Zweit- und Drittjob oder Schwarzgeschäfte über die Runden?Wer kann von seiner Rente leben?Man gilt als arm,wenn der Lohn unter 60% des Durchschnitts ist,das gilt m.E. sowohl in D wie in RO,der Unterschied:In D ist die Armutsgrenze extrem weit oben angesiedelt,es gibt finanzielle Zuschüsse...Wo gibt es in RO ein funktionierendes Sozialsystem?Bitte mal die Kirche im Dorf lassen.
Dirk, 11.05 2015, 09:01
Stimmt Beides!
Wie so oft im Leben gibt es zwei Seiten der Medaille. Helmut hat ganz Recht, es ist nicht immer alles schlecht und ein bischen den Blick auf das Positive lenken ist psychologisch gut. Bei nötiger Kritik sollte man aber das Maß nicht verlieren. Auf der anderen Seite gibt es Missstände die wirklich unglaublich sind und bei denen man sich fragt wie viele Jahre will Rumänien noch brauchen um fundamentale Dinge umzusetzen? Manches ist nach 26 Jahren " Demokratie " einfach unglaublich! Die Schilderung von Don Emilio über die Volksdeutschen auf der Kirmes ist sicher nicht repräsentativ aber ich kann da nur zustimmen! Diese Sorte kenne ich auch mehr als zu genüge. In Deutschland in der 3 Zimmer Mietwohnung, Lebensmittel immer billig billig, Auto zum Angeben geleast und dann in Rumänien die " Fresse " aufreissen, wie erfolgreich man doch ist............!!
Sraffa, 11.05 2015, 03:00
@Don Emilio : Sie zeigen scheinbar Charakter, können Sie sich das leisten ?
Don Emilio, 11.05 2015, 00:04
Nein nein, lieber Manfred,
da liegt der Helmut ganz richtig. Das ist genau der Punkt hier: immer Horrormeldungen über Rumänien und das Land schlecht zu reden herrscht vor. Ich lebe jetzt seit April 1990 hier, mit viereinhalb Jahren Moskau. Ich bin "deutsch-deutsch", wenn Sie das verstehen, und habe folglich mit Rumänien nichts am Hut. Und es ist tatsächlich so, so schlimm ist es nicht hier. Und klopfen Sie mal nicht so auf den Putz mit Ihren Milliarden Euro von den Auslandsrumänen "dann würden große Teile usw. usw.". In Deutschland leben über drei Millionen Kinder in Armut. Noch Fragen? Und noch etwas: Jedesmal wenn ich einen "Volkdeutschen" auf einer Kirmes oder sonstwo, hier in Rumänien getroffen habe der nach Deutschland "ausgewandert" war, jedesmal hat er mir gegenüber gemeckert, wie schlimm das doch hier in Rumänien sei. Dann habe ich jedem, jedem geantwortet: Und warum bleiben Sie dann nicht mit Ihrem Arsch in der so gelobten neuen Heimat? Sind Sie hier mit dem geliehenen Mercedes nur um die Dorfleute zu düpieren?
Und alle fuhren mit einem Kofferraum voll Schweinefleisch und Tuica wieder zurück in die BRD.
Alles klar Manfred?
Manfred, 10.05 2015, 10:50
In welcher Traumwelt lebst Du eigentlich,Helmut?Wenn die Auslandsrumänen nicht Milliarden von € nach Rumänien bringen würden,würden große Teile der Bevölkerung am Hungertuch nagen bzw. auf der Straße leben...oder beides.
Helmut, 09.05 2015, 09:37
Kein Wunder.....bei den ständigen Horormeldungen und übertriebenen Selbstbeschmutzungen in den Medien,bei den täglichen Schlammschlachten der Politik.Jedoch so schlimm ist die Situation des Landes gar nicht, besonders im Vergleich mit einigen anderen EU-Staaten.Trotz allen angeblichen Ängsten, Rumänien hat in den letzten Jahren eine ganz gute Entwicklung genommen und diese wird sich auch fortsetzen.Ewige Unzufriedenheit ist eine alte Krankheit der Rumänen,jedoch vergessen viele,dass sie auch einen Beitrag zur Verbesserung leisten sollten.Wenn sich jeder nur für seine eigene Tasche interessiert ist dies natürlich nicht gut für die Zukunft eines Landes.Aso mehr Mut,mehr gesellschaftliches Denken,weniger Klein-und Großkorruption,mehr politische Betätigung, der Jugend und Frauen und besonders mehr Selbstbewußtsein sind gefragt.Wo ein Wille,ist auch ein Weg.

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