Isărescu: Privatisierung von Oltchim gescheitert

Unser Beitritt zur Bankenunion sei unvermeidlich

Samstag, 29. September 2012

Bukarest (ADZ) - Die Privatisierung des Chemiewerks Oltchim sei und bleibe eine Schlappe und stelle leider auch ein schlechtes Zeichen für Investoren dar, schätzte Notenbankchef Mugur Isărescu am Donnerstag. Der Gouverneur der Nationalbank erläuterte zudem, dass es keine Auflage des Internationalen Währungsfonds (IWF) gab, die die Regierung unter Zugzwang bezüglich des umgehenden Verkaufs des maroden Chemiewerks gesetzt habe, wie letztere wiederholt andeutete. Der IWF habe lediglich gefordert, dass das Privatisierungsverfahren des Chemiewerks in Angriff genommen werde, nicht aber, dass es verscherbelt werden solle, so Isărescu. Zur geplanten europäischen Bankenunion, durch das die Finanzbranche sicherer gemacht werden soll, sagte Isărescu, dass Rumänien ihr auch als Nicht-Euroland beitreten wolle – den gleichen Wunsch hätten auch die restlichen Nicht-Euro-Mitglieder der EU ausgesprochen. Allgemein seien die Regierungen dieser Länder zwar damit unzufrieden, dass ein Nicht-Euro-Land innerhalb der neuen Bankenunion weder über ein Meinungs- noch über ein Stimmrecht verfügt, trotzdem sei „unser Beitritt unvermeidlich. Eine konsolidierte Aufsicht ist für alle essenziell, wobei die Entwicklung inzwischen viel schneller verläuft als erwartet. Der Vorgang verläuft bereits rasant und ich meine, dass wir uns daran beteiligen sollten. Wie wir das tun, hängt ganz von uns ab“, so der BNR-Chef.

Kommentare zu diesem Artikel

Helmut, 29.09 2012, 16:42
Fachleute,keine Lobbysten und Geldhaie,sollen jetzt versuchen einen seriösen Investor zu finden.Es müssen auch klare Investitionbedingungen ausgearbeitet werden,damit ein solches Fiasko in Zukunft vermieden wird.Es war von Anfang an klar,daß Diaconescu nur ein Spielchen trieb und er auch keinen Investor hinter sich hatte.Dieser Mann ist einfach Unglaubwürdig.
sraffa, 29.09 2012, 15:01
Isarescu ist hier lediglich um seinen Ruf bemüht - das hilft dem Land jetzt auch nicht mehr; obwohl gerade seine Behörde mit der geballten ökonomischen Intelligenz des Landes ausgestattet sein sollte hat er im Vorfeld nicht gegen die dilettantisch durchgeführte Versteigerung opponieren lassen.
Nun hat Rumänien den Spott der internationalen Investorengemeinde und eine Abwertung des Marktwertes seines Vermögens - denn, "mit denen kann man alles machen".
Rudi, 29.09 2012, 12:02
Die Versteigerung, hätte man sich eh sparen können, zumindest zu diesen Bedingungen, da der Gewinner ja eh schon vorher klar war !
Normal sollte der Gewinner innerhalb von 24 Stunden nach dem Zuschlag, eine Anzahlung von 10 % seines Angebotes leisten ( in Form von einer Überweisung, und nicht einer evtl. falschen Bankgarantie), macht er das nicht, so verliert er den Zuschlag, und wenn er den Rest nicht wie vereinbart bezahlt, dann verliert er auch die Anzahlung ! ich Frag mich eh, wie einer der mehrere Mio. Steuerschulden beim Staat hat, überhaupt an der Versteigerung teilnehmen darf !!
deobjekt, 29.09 2012, 07:48
Wer noch nicht mal eine Bonitätsprüfung bei oltschim durchführen kann,
der hat in der westlichen Bankenunion erstmal nix verloren.

Bis dahin... sechs, setzen...Nachsitzen

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