IWF: Rumäniens Wirtschaft erholt sich nur schleppend

Strukturreformen und verbessertes Abrufen der EU-Gelder nötig

Samstag, 31. Mai 2014

Symbolfoto: freeimages.com

Bukarest (ADZ) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt, dass Rumäniens Wirtschaft in diesem Jahr endlich das Vorkrisenniveau erreicht, sich im Vergleich zu anderen krisengebeutelten Wirtschaften jedoch langsamer erholt. Zwar habe Rumänien 2013 das zweitbeste Wachstum in der Region verzeichnet, doch erhole sich die Wirtschaft des Landes nur schleppend – weitere Strukturreformen und ein optimiertes Abrufen der EU-Gelder seien daher für ein nachhaltiges Wachstum unabdingbar, zeigte der ständige IWF-Vertreter in Rumänien und Bulgarien, Guillermo Tolosa, am Donnerstag auf einer Fachkonferenz auf.

Den rumänischen Behörden empfahl Tolosa, sich neben einer Verbesserung der Abrufquote auch vermehrt den in den Bereichen Energie und Ausfuhren bestehenden „Chancen“ zu widmen, und verwies darauf, dass die Exporte derzeit nur 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes, in anderen Staaten jedoch viel mehr ausmachen. Rumäniens Agrarsektor, der rund 6 Prozent des BIP ausmacht, schätzte Tolosa als „wichtigen Wachstumsfaktor“, aber zugleich auch als „Risiko“ ein, da er nun einmal von vielen Faktoren, einschließlich den klimatologischen, abhängt.

Kommentare zu diesem Artikel

Alexander, 02.06 2014, 18:15
Hätten die Damen und Herren in Bukarest und all den Ämtern und Behörden im Lande ihre Aufgaben besser und vor allem patriotischer (also weniger selbstsüchtig) erfüllt, könnte Rumänien schon viel weiter sein. Offensichtlich sitzen auch zu viele wenig befähigte Personen auf entscheidenten Posten.
Wenn die Arbeiten an Straßen zu neuen Tourismuszentren, in die viel investiert wurde, selbst zum geplanten Fertigstellungstermin noch nicht einmal begonnen haben. Wenn neue Sozialwohnungen auf der grünen Wiese fast fertig leer herumstehen.
Wenn ein Bildungssystem mit hohen Durchfallerquoten glänzt. ...

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