IZOP-Projekt - Umwelt baut Brücken

Deutsches Lyzeum aus Arad zum dritten Mal beteiligt

Sonntag, 25. Dezember 2011

„Nachhaltige Entwicklung“ ist in den letzten Jahren zum Modewort avanciert. In den entwickelten Industrieländern versucht man, Wirtschaft und Umwelt miteinander zu vereinen und zukunftssichere Lösungen zu finden, damit künftige Generationen den gleichen Lebensstandard genießen können. Das IZOP-Institut aus Aachen startete 2009 ein internationales Medienprojekt, das die Bildung für nachhaltige Entwicklung durch journalistische Recherchen fördert.

Das dreijährige Projekt „Umwelt baut Brücken“ brachte Schulen aus Deutschland, Bulgarien, Kroatien, Rumänien und Ungarn zusammen, um zu Umweltthemen journalistische Beiträge zu erstellen. Das Adam-Müller-Guttenbrunn-Lyzeum ist eine der Partnerschulen, die gemeinsam mit dem Bertha von Suttner Gymnasium aus Neu-Ulm an dem Projekt „Umwelt baut Brücken“ in den letzten drei Jahren mitgemacht haben. Jedes Jahr wird eine der Schulen, die sich an dem Projekt beteiligen, mit einer Geldprämie ausgezeichnet. Für das vergangene Projektjahr wurde das AMG-Lyzeum aus Arad als Sieger ermittelt.

Anfang Dezember besuchte eine Gruppe von Schülerinnen in Begleitung ihrer Deutschlehrerin Gabriela Benghia die Partnerschule aus Deutschland. Während des einwöchigen Aufenthalts besuchten die rumänischen Schüler gemeinsam mit ihren deutschen Partnern die letzte Langstappelspinnerei Deutschlands.

Das Unternehmen Otto Garne, hat ein Verfahren entwickelt, wodurch bei der Herstellung von hochwertigen Garnen, recycelte Baumwolle verwendet wird. Das neue Verfahren nennt das Unternehmen Recot2 und verspricht nicht nur bei der Ressource Baumwolle zu sparen, sondern auch bei der Ressource Wasser, die aufgrund der Baumwollproduktion in vielen Teilen der Welt rar wird. Die Schüler besuchten die beiden Werke des Familienunternehmens, das seit 1901 besteht und heute von den Urenkeln des Firmengründers geleitet wird.

Nach dem Recherchetag mussten die rumänischen und die deutschen Schüler separat in Gruppen an journalistischen Beiträgen arbeiten, die in einer professionellen Tageszeitung des jeweiligen Teilnehmerlandes erscheinen sollen. Die AMG-Schülerinnen erhalten in dem Tagesblatt „România Liber²“ eine ganze Seite, während die Schüler und Schülerinnen vom Suttner-Gymnasium in der Südwestpresse ihre Artikel veröffentlichen dürfen. Als journalistische Darstellungsformen wählten sich die Jugendlichen die Reportage, den Bericht und das Interview aus.

Neben der Deutschlehrerin Gabriela Benghia, die für die rumänische Seite Projektverantwortliche ist, war für die deutsche Seite der Wirtschaftslehrer Martin Heilbronner verantwortlich. Heilbronner hat in den drei Jahren, seitdem das Projekt durchgeführt wird, konstant mitgemacht. Die zwei Begleitlehrer koordinierten die Schülergruppen und unterstützten sie bei der Erstellung der Artikel.


Im Frühjahr werden die deutschen Schüler vom Bertha von Suttner Gymnasium Rumänien besuchen. Es handelt sich um das letzte Jahr für das IZOP-Umweltprojekt.

„Umwelt baut Brücken“ wurde als offizielles Dekade-Projekt ausgezeichnet.

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