Jahresrückblick des deutschsprachigen Studentenvereins Gutenberg

Gute Zusammenarbeit mit Universitätsleitung soll fortgeführt werden

Montag, 04. April 2016

Gruppenfoto von unserem jährlich organisierten, größten Projekt, die Sommerschule. Wir waren 150.
Foto: Gutenberg

Abschlussfoto von unserem Projekt Wintercamp. Wir haben zusammen eine schöne Woche verbracht.
Foto: Gutenberg

Die Gutenberger waren in Temeswar zu Gast. Einen Beitrag über die Gutenberg-Karawane gibt es heute in der Jugendwelle der deutschen Sendung von Radio Temeswar.
Foto: Astrid Weisz

Die Gutenberger sind in Bukarest angekommen.
Foto: Gutenberg

Der Name „Gutenberg” hat in Rumänien unterschiedliche Bedeutungen. Es kann sein, dass man damit Johannes Gutenberg, den Erfinder der Druckpresse, meint. Er verweist aber auch auf den Gutenberg-Verein aus Klausenburg/Cluj-Napoca. Gutenberg ist der einzige Studentenverein aus Rumänien, der sich der Fortbildung deutschsprachiger Jugendlicher und Studierenden widmet. Als der Verein 2009 gegründet wurde, ging er aus der Idee einiger Studenten der deutschsprachigen Studienrichtung der Klausenburger Babeş-Bolyai-Universität hervor. Dabei war der Name „Gutenberg” nicht zufällig ausgewählt worden. Der Verein hatte anfangs als Ziel, die deutsche Sprache und Kultur zu fördern – ganz so, wie es auch Gutenberg durch die Erfindung seiner Druckpresse erreicht hatte. Heute steht weiterhin die Fortbildung deutschsprachiger Jugendlicher im Mittelpunkt.

Die „Gutenberger“ versuchen ihre Ziele durch unterschiedliche Projekte zu erreichen. Fast monatlich werden Veranstaltungen für die deutschsprachigen Jugendlichen organisiert, es finden verschiedene Ereignisse statt, die die deutsche Kultur in ihrem Mittelpunkt haben, oder es werden Aktivitäten zur Förderung der deutschsprachigen Studienrichtung unternommen. Die Zielgruppe all dieser Veranstaltungen sind nicht nur die Studierenden, sondern ein Teil der Aktivitäten richtet sich auch an deutschsprachige Schüler, denn sie sind die Nachwuchskräfte und zukünftigen Studierenden. Somit gab es auch in den vergangenen zwölf Monaten viele Tätigkeiten und Veranstaltungen, mit denen der Verein Gutenberg das studentische und kulturelle Leben an der Klausenburger Babeş-Bolyai-Universität bereicherte.

Den Anfang machte der Fasching im Februar. Wie jedes Jahr soll damit auch die deutsche Kultur den Studierenden und Jugendlichen vor Ort bekannt gemacht werden. Im März wurde eine größere Reise unternommen: Die Vereinsmitglieder besuchten Lyzeen und Schulen in ganz Rumänien, an denen Deutsch als Mutter- oder als Fremdsprache unterrichtet wird. Dabei wurden Präsentationen für die deutschsprachigen Schüler der 9. bis 12. Klassen gehalten, um ihnen das Studienangebot in deutscher Sprache an der Babeş-Bolyai-Universität vorzustellen und für die Projekte in deutscher Sprache zu werben.

Im Mai organisierte der Verein die Initiative „MeinJob“: Hiermit sollten die deutschsprachigen Studierenden an die Berufswelt herangeführt werden. Im Laufe einer Woche wurde eine Jobbörse mit Arbeitsangeboten in deutscher Sprache organisiert. Dabei hatten die Studierenden die Gelegenheit, bei Firmen Workshops in deutscher Sprache zu besuchen, und es wurde eine Konferenz veranstaltet: Diese stand unter dem Motto „Die Aufnahme der deutschsprachigen Studenten in den rumänischen Arbeitsmarkt”. Zu diesem Anlass wurde auch die Onlineplattform www.meinjob.ro vorgestellt. Diese veröffentlicht ausschließlich Stellenangebote in deutscher Sprache. Die Webseite ist aus dem Wunsch entstanden, eine effizientere Wechselwirkung zwischen deutschsprachigen Studierenden und den Firmen, die deutschsprachige Mitarbeiter suchen, zu schaffen.

Im Juli war es wieder soweit, die Sommerschule zu veranstalten. Das Projekt ist die größte und beliebteste Veranstaltung des Vereins. 150 deutschsprachige Schüler von der 9. bis zur 12. Klasse verbringen eine Woche in Klausenburg und erleben das Studentenleben an den deutschsprachigen Studiengängen der Babeş-Bolyai-Universität. Sie besuchen Workshops und Seminare zu unterschiedlichen Themen, wohnen in den Studentenwohnheimen und lernen viele andere deutschsprachige Jugendliche kennen. Im Herbst wird stets ein lokales Projekt organisiert. 2015 haben die Gutenberger die deutschsprachigen Kulturtage für die Studentenschaft der Babeş-Bolyai-Universität abgehalten: Das Programm umfasste ein Jazz-Konzert, Konferenzen und Vorträge, Filmvorführungen und Theaterstücke in deutscher Sprache.

Zu guter Letzt begrüßte das Gutenberg-Wintercamp 45 deutschsprachige Schüler aus dem ganzem Land. Diese beteiligten sich eine Woche lang an Workshops und analysierten gemeinsam gewisse Themen. Interaktive Werkstätten und Seminare widmeten sich im Dezember 2015 dem Thema „Integration und Toleranz”. Am Ende des Programms stand an den letzten beiden Tagen des Wintercamps eine Simulation: Die Beteiligten übernahmen die Rolle eines bestimmten europäischen Landes und debattierten aus dessen Sicht über die Position zur aktuellen Flüchtlingskrise in Europa.
Die vergangenen zwölf Monate waren überaus erfolgreich. Dies war nur mit den Partnern des Vereins, ihrer Unterstützung und ihrem Vertrauen möglich. Als bisher ältester und enger Partner fungiert nach wie vor die Babeş-Bolyai-Universität: Die Vereinsmitglieder können stets auf eine große Offenheit der Universitätsleitung, ihres Rektors, Prof. Dr. Ioan-Aurel Pop, sowie des zuständigen Prorektors, Prof. Dr. Rudolf Gräf, setzen. Auch für die Zukunft hofft der Studentenverein auf diese Partnerschaft mit der Universitätsleitung – weitere Aktivitäten sollen mit derselben Motivation und mit dem gleichen Engagement durchgeführt werden können.

------------

Die Gutenberg-Karawane 2016

Deutschsprachige Studiengänge der Babeş-Bolyai-Universität vorgestellt

Sie haben sich auch in diesem Jahr auf den Weg gemacht: Ein Team des Gutenberg-Vereins reiste vor Kurzem durch Rumänien, um an mehreren Schulen hierzulande die deutschsprachigen Studiengänge der Babeş-Bolyai-Universität und gleichzeitig auch die diesjährigen Projekte des Vereins vorzustellen. Gutenberg versuchte auch in diesem Jahr, so viele Schulen wie möglich zu erreichen, um den Lernenden einen besseren Einblick in die Welt der Universitäten zu ermöglichen. Vorgestellt werden verschiedene Studienrichtungen, darunter die Internationalen Beziehungen und Europastudien, Journalismus, Kommunikationswissenschaften, Öffentlichkeitsarbeit und Werbung, u.v.a.

„Durch unsere Schulbesuche verfolgen wir das Ziel, dass die Schüler ausführliche Informationen über ihre Weiterbildungsmöglichkeiten in Klausenburg bekommen. Darüber hinaus sind wir aber auch offen, ihre Fragen zu beantworten und über unsere eigenen Erlebnisse als Studenten und Studentinnen zu erzählen“, hieß es bei den Teilnehmern an der Gutenberg-Karawane, die in Temeswar unter anderem auch der Redaktion der Deutschen Sendung von Radio Temeswar einen Besuch abstatteten.  Halt machte die Gutenberg-Karawane in Mediasch, Schäßburg, Kronstadt, Hermannstadt, Diemrich, Temeswar, Arad, Großwardein, Sathmar und Frauenbach. Das Projekt fand zwischen dem 8. und 11. März in Bukarest statt, wobei die Reise am 25. März zu Ende ging. 

Die Gutenberger machten gleichzeitig auch Werbung für ihre Projekte. Die interessierten Teilnehmer können dabei ihre sprachlichen Kompetenzen verbessern, aber auch zusätzliche Kenntnisse in Bereichen wie deutsche Kultur, Projektmanagement, Sozialkompetenzen u.v.m. erwerben. Neue Freundschaften sind garantiert. Für das laufende Jahr plant der Gutenberg-Verein eine Reihe von Veranstaltungen, darunter ein Schulhoffest am 25. Juni in Sathmar, eine Sommerschule vom 22. bis zum 29. Juli in Klausenburg, die Jobbörse „Mein Job“ vom 3. bis zum 5. November in Klausenburg und das alljährliche Wintercamp in Baru Mare, Kreis Hunedoara, das in der Zeitspanne 16. – 22. Dezember stattfinden wird. Details zu den Haltestellen der Gutenberg-Karawane wie auch zu den deutschsprachigen Jugendprojekten des Vereins gibt es auf der Homepage www.gutenberg.ro.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*