Jahresschluss bei der Vortragsreihe

Kulturprogramm würzte Bericht des Reschitzaer Kulturvereins

Donnerstag, 12. Juli 2018

Christian Kumher überreicht Erwin Josef Țigla ein Gemälde seines Vaters Franz Kumher.
Foto: Raluca Nelepcu

Reschitza – Ein überaus zahlreiches Publikum füllte den Innenhof des Sitzes des Alexander-Tietz-Dokumentations- und Jugendzentrums, um an der Abschlussveranstaltung des Kultur- und Erwachsenenbildungsvereins „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“ teilzunehmen, wo der DFBB-Vorsitzende Erwin Josef Țigla und sein Stellvertreter Dr. Ing. Cristian Paul Chioncel den Tätigkeitsbericht des 31. Wirkungsjahres des wohl erfolgreichsten und aktivsten Kulturvereins Rumäniens vortrugen (er erscheint, fragmentarisch, in einer der nächsten „Berglandseiten“ der BZ).

Ehrengäste der Veranstaltung waren Christian und Franziska Kumher, Sohn und Tochter des 2018 im 91. Lebensjahr verstorbenen Künstlers Franz Kumher, der in Orawitza zur Welt kam und nach Russlanddeportationsjahren in Deutschland lebte, wo er als Hochschullehrer emeritierte. Seine bereits in reifem Alter befindlichen Kinder (Christian Kumher kam mit seinem Sohn Vincent) kamen erstmals ins Südbanat, wo sie die Herkunftsgegend ihres Vaters bzw. Großvaters besuchten und sich auch mit Ignaz Bernhard Fischer trafen, den Lagerkameraden von Franz Kumher. Christian Kumher überreichte dem DFBB ein wertvolles Bild seines Vaters, der zuletzt in Hildesheim an der Hochschule Kunst unterrichtet hatte und 1992 emeritiert wurde. Franz Kumhers Spezialitäten waren Graphik, Malerei und Lichtkinetik.

Wie um die Pflege der bei sonstigen Veranstaltungen weniger sichtbaren bildenden Kunst zu unterstreichen, hatten die Veranstalter im Gebäude des Kulturzentrums drei Ausstellungen vorbereitet, Holzschnitzereien des Jakob-Neubauer-Zirkels, Malereien der Kursanten des Malerei-Zirkels und eine solide Ausstellung mit Farbgraphiken von Franz Kumher, die seinen Sohn Christian zum Ausruf zwangen: „Ich wusste gar nicht, dass mein Vater so viele Arbeiten in Reschitza hat!“

Die gut dreistündige Abschlussveranstaltung des 31. Tätigkeitsjahrs der „Deutschen Vortragsreihe Reschitza“ war strukturiert durch die Auftritte des Duos Gassenheimer, des Intermezzo-Duos, von Vincenzo Cerra mit seiner Gitarre, des Franz-Stürmer-Frauenchors, dirigiert von Prof. Elena Cozâltea, aller Enzian-Volkstanzgruppen des DFBB (der „kleinen“, der – diesmal etwas schütteren - „mittleren“ und der Senioren – die immer mehr werden und, wie alle Tanzgruppen, vom Ehepaar Nelu und Marianne Florea choreographisch betreut werden).

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