Johannis: Armut in Afrika als Ursache der Migration

Staatschef beteiligte sich am EU-Gipfel in Brüssel

Samstag, 25. April 2015

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Staatspräsident Klaus Johannis, der sich Donnerstag in Brüssel am Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union beteiligt hat, erklärte nach dem Treffen, dass sich Rumänien solidarisch erkläre mit den EU-Maßnahmen, die nach der Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer getroffen werden müssen. Das Frontex-Budget müsse erhöht werden und Rumänien befürworte dieses Vorgehen, betonte der Staatschef.

Johannis verwies vor der Presse auch darauf, dass er auf dem Treffen betont habe, dass man den Ursachen des Flüchtlingsphänomens nachgehen müsse, und das sei die Armut in den afrikanischen Ländern. Es sei eine langfristige Unterstützung nötig, um den afrikanischen Ländern in ihrer Entwicklung zu helfen und derart die Wurzel dieses Phänomens zu beseitigen. Er habe unterstrichen, dass diese Angelegenheit mit den afrikanischen und arabischen Ländern besprochen werden muss, damit man die besten Lösungen findet.

Anderseits sei die Gewährung von Asyl in den EU-Ländern eine äußerst heikle Angelegenheit, auch deshalb, weil es keine einheitliche Gesetzgebung gebe, sagte Johannis. Freiwillige Aktionen der EU-Staaten seien nötig, damit Lösungen für die Migranten gefunden werden, die auf verschiedenen Wegen in die Europäische Union kommen.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 27.04 2015, 12:34
Vom Prinzip her stimme ich Dir zu Helmut...Aber in RO herrscht das gleiche Problem,die Armut treibt die Leute aus dem Land.Sollte man nicht zuerst die eigenen Probleme lösen?
Ottmar, 27.04 2015, 12:19
Noch etwas Helmut. Bulgarien hat nur deswegen einen so hohen Faktor weil viele Flüchtlinge über die Türkei Bulgarien... nach Westeuropa wollen. Und sie nehmen nicht den Weg über Rumänien, da man sehr schwer durch die Donau waten kann. Deine Aufforderung an Ioannis ist an den falschen gerichtet, der Sozialminister und der Wirtschaftsminister wären die richtigen Ansprechpartner. Er würde sogar Geld von der EU für diese Leistung bekommen. Das wandert aber leider gleich wieder in die Taschen der regierenden Parteimitglieder und damit gibt es keine Flüchtlinge in Rumänien, denn dort will keiner hin. weil hier nur die korrupten PSD Politiker der derzeitigen Regierung abkassieren
Ottmar, 27.04 2015, 12:10
Lieber Helmut,
danke für die Info. Nur kann ich mit deinen Zahlen nicht viel anfangen. Du musst mir sagen wie viel Prozent 688,2 % pro Kopf für Schweden sind. Sind es 688 Flüchtlinge pro Kopf ,..?. Ein Verteilungsschlüssel in Prozent geht maximal bis 100 % Ich weiß was du meinst, pro Kopf nimmt Schweden am meisten Flüchtlinge auf in der absoluten Menge Deutschland und zwar Westdeutschland. In der Ost-Zone herrscht nach wie vor Postkommunistische Fremdenfeindlichkeit. Siehe Pegida.. Zu Schweden: Schweden hat eine spezielle Situation. Schweden ist ein riesiges Land mit geringer Bevölkerung. Die Sozialleistungen sind ähnlich wie in DE aber Schweden akzeptiert und braucht mehr Zuwanderung als DE und hat Platz. Ein Abbild von Zuwanderung sind die Fussballmannschaften der Nationalteams. (Beispiel Ibrahimovitsch.. Schweden Özil Khedira Klose Deutschland ....) . Zur Forderung Rumänien soll mehr Leute aufnehmen glaube ich aber, dass die Flüchtlinge zum Beispiel lieber nach Deutschland wollen, denn da gibt es eine freie Unterkunft und 352 Euro Taschengeld pro Monat. Diese Leistung bekommt in Rumänien nicht einmal ein Lehrer. Deswegen kommen auch Kosovaren und Albaner nach Deutschland und beantragen Asyl obwohl dort kein Krieg herrscht und kein Genozid stattfindet, sondern nur Korruption und Armut. Genau so kommen Rumänen und Bulgaren nach Deutschland um hier zu arbeiten. Aber jetzt legal, da EU Mitgliedsländer.
Helmut, 26.04 2015, 14:22
OFFENER BRIEF AN HERRN IOANNIS.Lieber Herr Ioannis,wer ein Blick auf die von UNHCR veröffenlichte Karte über Flüchtlingsverteilung in Europa wirft,wird feststellen das Rumänien bei der, auf die Einwohnerzahl gerechnet,an drittletzter Stelle liegt.Hier hat Rumänien größten Nachholbedarf.Also starten Sie als Christ, eine Aktion zur Mehraufnahme von Flüchtlingen."NICHT AN EUREN WORTEN WERDET IHR GEMESSEN, SONDERN NACH EUREN TATEN WERDET IHR EINST GERICHTET".Rufen Sie alle Religionsgemeinschaften und Parteien zu einer solidarischen für Aufnahme von Flüchtlingen auf.Zehntausende Rumänen(Flüchtlinge,Auswanderer etc.) fanden einst eine neue Heimstatt in vielen Ländern der Erde.Ohne Hilfe der dortigen Bevölkerung wäre dies auch nicht möglich gewesen.Daher muß auch Rumänien der Welt zeigen,dass es bereit ist Opfer zu bringen um anderen Menschen ein würdevolles Leben zu ermöglichen.Natürlich sollten Sie auch die zahlreichen Millionäre und die Medien des Landes einbinden.
Mit freundschaftlichen Grüssen
Helmut
Verteilung pro Kopf auf die Einwohnerzahl:Bulgarien 123,2%,Griechenland 69%,Malta 259,5%,Zypern 163,3%Kroatien 8,3%,slowenien 15,2%,Österreich 268,7%,Slowakei 5%,Tschechien8,8%,Polen 16,9 %Litauen 12%,Lettland 15%,Estland 9,5%,Finnland 54%,Schweden 688,2%,Dänemark 212,3%,Niederlande 126,5%,Deutschland 200,1%,Belgien 164,8,Luxembeurg 173,5%,Irland 25,3%,UK 40,3,Frankreich 77,5%,Italien 87,7,Spanien 9,7, Portugal 3,4%.
Helmut, 25.04 2015, 13:22
Hier hat Ioannis vollkommen Recht.Reden alleine hilft nicht,jetzt muß endlich etwas geschehen.Frage an Ioannis:...welche freiwilligen Aktion wird Rumänien leisten.Hier könnte das Land,mit über 3 Millionen AuswanderernInnen und ehem.Flüchtlingen zeigen,dass es bereit ist auch anderen Menschen raschest zu helfen.

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