Johannis: Die Fragmentierung der EU muss vermieden werden

Erster informeller EU-Gipfel nach dem Brexit

Samstag, 17. September 2016

Bukarest (ADZ) - Die 27 Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten, die Präsidenten der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, und des Europäischen Rates, Donald Tusk, sind am Freitag erstmals seit dem Austrittsvotum der Briten zu einem informellen Gipfel in Bratislava zusammengetroffen, um über die Zukunft der EU zu beraten.

Vor seiner Abreise in die slowakische Hauptstadt sagte Staatschef Klaus Johannis am Donnerstag bei einer Pressekonferenz auf Schloss Cotroceni, dass eine Fragmentierung der EU unbedingt vermieden werden müsse – und zwar durch „Vorhaben und Projekte, die uns einen“. Die Zukunft der EU hänge von deren Fähigkeit ab, auf Anliegen ihrer Bürger hinsichtlich Migration, Terrorismus und Wirtschaftslage zu reagieren und einzugehen. Die Prioritäten der EU müssten fortan innere Sicherheit und Schutz ihrer Außengrenzen, Festigung des Binnenmarktes, Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen, insbesondere für die Jugend, sein.

Angesichts der zunehmend schwächelnden EU sparte der Staatspräsident diesmal auch nicht mit Kritik an der Doppelmoral so mancher europäischer Spitzenpolitiker, die „sich bei Gipfeltreffen stets lobend über die EU äußern“ und daheim dann eine ganz andere Rhetorik anschlagen – derlei „Doppelzüngigkeit“ sei der Nährboden für Populismus und Extremismus, so Johannis.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 20.09 2016, 20:48
Sei nicht so überheblich,Deutscher!Die Auswahl wie im Westen gibt es nun mal nicht...und bis auf Profi auch keine einheimischen Discounter.Und glaube mir,es gibt genug Leute,die noch nie im Westen waren.Ich jedenfalls schäme mich für meine Landsleute,das sie auf diese Art und Weise die Menschen bescheißen,hat das das reiche Deutschland wirklich nötig ???
Deutscher, 20.09 2016, 17:19
Ich bleibe dabei, ohne solche Firmen und Investoren gäbe es in Rumänien keinen Fortschritt. Wenn man weiss das es schlechte Produkte gibt, dann muss man sie ja nicht kaufen, nur dumme Leute machen das.
Peter, 20.09 2016, 13:13
@Deutscher – Kommen Sie vom hohen Ross runter!
Die westlichen Firmen, die in RO investieren, tun dies nur wegen der Subventionen (EU), niedrigen Löhne und den zurückhaltenden Gewerkschaften, nicht zu vergessen ist die Bestechlichkeit einiger Politiker. Ein Austausch von Wissen findet nicht statt, man kann so etwas auch Ausbeutung nennen. Wie viele ausländische Firmen entwickeln in RO neue Produkte und welche produzieren nur? Kaufkraft hin oder her, langfristig gesehen wird sich das als Nachteil erweisen.
Einige der, von Ihnen genannten Firmen gehören mit zu den größten Schmiergeldzahlern und das nicht nur in RO. Ein Beispiel: Deutsche Investmentfonds kaufen, über zwielichtige Wege, rumänische Wälder und verscherbeln das Holz an die österreichische Holzmafia.
Das Ganze nenne ich Kahlschlag.
Manfred, 20.09 2016, 13:11
Gegenbeispiel,Deutscher !Geh mal zum LIDL nach RO,dann wirst Du feststellen,das man dort deutsche Rückläufer zu saftigen Preisen verkauft.Kaufe dort mal Fischfilet´s,Du wirst nach dem Auftauen feststellen,das Du Verschnittlappen gekauft hast(ist mir in D noch nicht passiert)Dann kaufst Du den Kaffee in der grünen Verpackung und vergleichst mit der deutschen Qualität,das selbe kannst Du mit verschiedenen Biersorten,Schokoladen und vielem mehr machen....Ich schrieb nicht,das man in RO minderwertige Ware produziert,sondern verkauft-das ist wohl ein Unterschied.Ich finde es aber schade,das es nicht wirklich viele erfolgreiche Firmen mit dem Basisstandort RO gibt,das würde dem Land mehr helfen.Was die von Dir genannten Firmen machen,ist besser als nichts,da stimme ich zu.
Deutscher, 20.09 2016, 11:21
Manfred, wie naiv muss man sein um zu glauben das diese Leute oder Firmen aus dem Ausland minderwertige Waren produzieren. Beispiel gefällig ? Siemens, Bilstein das zu Mercedes gehört / Sibiu, Miele in Brasov und Eurocopter ebenfalls in Brasov ? Subventionen gibt's es sicher, ja, aber die Kaufkraft der Beschäftigten ist der grösste Vorteil für das Land. Christliche Nächstenliebe existiert nur auf dem Papier, sogar bei der Kirche selber. Ja es geht's ums Geld, was ist falsch dabei ? Die niedrigen Lohnkosten sind gewiss nicht so nierdrig im Verhältniss zur immer noch geringen Produktivität-
Manfred, 20.09 2016, 09:50
Deutscher,glaubst Du wirklich,die tun das aus christlicher Nächstenliebe?Die machen das,
-um die niedrigen Lohnkosten zu nutzen
-wegen Subventionen
-um minderwertige Waren loszuwerden,welche in anderen Ländern unverkäuflich sind...etc
Alfred, 20.09 2016, 07:06
@Tourist
?? das alles steht doch in Deutschen Medien.
Tourist, 19.09 2016, 22:11
die EU ist bereits stark gespalten, Großbritannien hat sich sogar für den Austritt entschieden, die Visegrad-Staaten stemmen sich gegen Merkels Flüchtlingspolitik, die mediterranen Staaten rebellieren gegen den Maastricht-Vertrag und wollen Geld drucken, Frankreich versinkt im maghrebinischen Terror und wird per Notverordnung regiert, die Skandinavier schweigen still und liebäugeln heimlich mit England, Griechenland hat die Kommunisten in die Regierung gewählt, die aber auch kein Gold aus Steinen herbeizaubern können und der Beitrittskandidat Türkei hat sich vom Kemalismus abgewandt und wird immer mehr ein antieuropäischer Gottesstaat. Wer nur deutsche Medien konsumiert, bekommt das alles halt nicht mit.
Deutscher, 19.09 2016, 13:54
Wo wäre denn Rumänien ohne Bevölkerungstausch ? Über 2 mio. Rumänen leben im Ausland ! Warum wohl ? Und ohne Migranten wie Holländer, Deutsche oder andere die nach Rumänien kamen, um dort Landwirtschaft zu betreiben oder eine Industrieproduktion zu beginnen wäre wohl Rumänien noch auf dem Stand von vor 25 Jahren !
Hermann Grimm, 18.09 2016, 02:48
Es kann nicht europäische Solidarität sein, dass die einen Mittel- Ost- und Südeuropa nur fordern und bekommen und bei der Völkerwanderung abseits und bei der VölkeWranderung (Muslime)
abseits und ablehnend und sich nicht entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit einbringen!

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