Johannis: Ostflanke der NATO wichtiger denn je

Mini-Gipfel in Bukarest mit höchster Beteiligung

Donnerstag, 05. November 2015

Foto: presidency.ro

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Am NATO-Gipfel, der gestern im Schloss Cotroceni begonnen hat, beteiligen sich neun mittel- und osteuropäische Länder: Rumänien, Polen, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, die Slowakei, Ungarn und Tschechien. Alle Länder sind vom Staatspräsidenten vertreten, mit Ausnahme von Tschechien, das den Vorsitzenden des Parlaments entsandt hat.

Den Vorschlag zur Abhaltung dieses Gipfels hatte Präsident Klaus Johannis im Frühjahr während seines Besuchs in Warschau gemacht, auch weil der NATO-Gipfel 2016 in dieser Stadt stattfinden wird. In Polen waren inzwischen Wahlen und neuer Staatspräsident ist Andrzej Duda, doch an der grundlegenden sicherheitspolitischen Option hat sich nichts geändert. So sind Johannis und Duda die Kopräsidenten des Gipfels in Bukarest. Seine Bedeutung wird auch durch die Anwesenheit des stellvertretenden NATO-Generalsekretärs, Alexander Vershbow, betont.

Es wird erwartet, dass der Bukarester Gipfel Empfehlungen zur Stärkung der Ostflanke ausarbeitet. Man möchte zeigen, dass dies nicht eine zeitweilige Angelegenheit ist, sagte Präsident Klaus Johannis, sondern eine strategische, geopolitische Entscheidung der NATO. Die neun Staaten wollten sich auch darauf einigen, dass die Zuwendung von 2 Prozent des BIP für Verteidigungszwecke, die beim Gipfel 2014 empfohlen wurde, nicht eine Empfehlung bleibt, sondern verpflichtend wird.

Kommentare zu diesem Artikel

Rolf Joachim, 05.11 2015, 16:16
Seit 1989 hat sich Russland nachweislich immer weiter zurück gezogen. So konnte sich Deutschland wieder vereinigen. Polen, Rumänien, Bulgarien, Ungarn Litauen,Lettland, der gesamte Osten wurde von den Russen aufgegeben. Und das ohne Krieg! Und der Westen, die Nato rüstet immer weiter auf und besetzt die aufgegebenen Gebiete. Wer ist der Kriegstreiber.? Klaus Iohannis spielt mit den USA und der Nato ein gefährliches Spiel!
Tourist, 05.11 2015, 11:21
Rußland ist ein Staat mit abnehmender Bevölkerung, geringer Geburtenrate und überhaupt dünner Bevölkerungsdichte. Von solchen Staaten geht meist keine Gefahr aus. Außerdem sind sie christliche Europäer, die uns kulturell sehr ähnlich sind. In der südlichen und südöstlichen Nachbarschaft Europas sieht es hingegen ganz anders aus. In Syrien ist die Bevölkerung seit 1960 von fünf Millionen auf über 20 angestiegen. In der Zeit hat sich auch Ägypten mehr als verdreifacht, ebenso die Türkei, der Iran, Algerien und Marokko. Dazu noch der politische Islam, bittere Armut und instabile Strukturen, sprich ein Pulverfass. Weiter südlich, etwa in Nigeria, schauts noch schlimmer aus. Dort kommt die Unsicherheit für unsere Zukunft her, nicht aus Rußland. An der Ostflanke der EU findet ein Schattenboxen mit einem imaginierten Gegner statt, während unsere Südflanke komplett offen ist.
Sraffa, 05.11 2015, 04:20
In der EU existieren so viele Parallelwelten : Die Einen werden überrannt von Flüchtlingen und sehnen nach Handel mit Rußland und die Anderen wollen gar keine Flüchtlinge aber eine starke NATO gegen Russland.

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*