Johannis plädiert für Toleranz

Freitag, 21. Oktober 2016

Bukarest (ADZ) - Staatschef Klaus Johannis hat am Mittwoch für Toleranz plädiert und Fundamentalismus als „falschen Weg“ bezeichnet. Von den Medien bezüglich der rumänischen „Koalition für die Familie“ und deren Unterschriftensammlung befragt, die ein verkapptes Verbot gleichgeschlechtlicher Partnerschaften per Verfassungsänderung bzw. per Verankerung der Ehe als ausschließliche Verbindung „zwischen Mann und Frau“ anstrebt, verwies Johannis darauf, selbst ein Minderheitler zu sein – sowohl ethnisch als auch religiös. Als solcher sei er ein Verfechter der Toleranz und der Öffnung gegenüber allen Mitmenschen. Es sei „falsch, den Weg des religiösen Fanatismus und der ultimativen Postulate“ einzuschlagen, sagte das Staatsoberhaupt.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 22.10 2016, 09:55
@ Fritz-Beim ersten Punkt hast Du Recht.Zum zweiten Punkt:Viele Rumänen tolerieren die Homosexualität in keinster Weise-wenn Du Dich dort für Homosexuelle einsetzt,stehst Du bei denen direkt unter Verdacht,selbst einer zu sein und aus Eigennutz zu handeln.Genau das ist bei mir nicht der Fall.Beruflich hatte ich schon öfters mit bekennenden Homosexuellen zu tun,hatte auch mal einen homosexuellen Nachbarn.Die Leute,mit denen ich zu tun hatte,waren ausnahmslos gebildete,kultivierte angenehme Leute,die es jedermann leicht gemacht haben,sie zu mögen.Bitte nicht vorschnell urteilen.
Fritz, 22.10 2016, 07:57
@ Manfred
1. man schreibt "StandarD"
2. Deine Angst, als Schwuler bezeichnet zu werden, ("...und Hetero") ist typisch für den Kleinbürger, Deine Toleranz Homosexuellen gegenüber nichts weiter als ein Statement.
Manfred, 21.10 2016, 21:09
Stimmt fast sraffa,aber hier geht es prinzipiell um die rumänische Staatskirche.Z.B. akzeptieren die Altkatholiken die gleichgeschlechtliche Beziehung...Der Standartrumäne wird aber als Orthodoxer geboren und stirbt auch als dieser,Konfessionswechsel gibt es fast nicht.Er lernt von Geburt an über die "Widernatürlichkeit" des Homosexualismus und bleibt lieber Single als seiner Neigung nachzugehen...ob er damit glücklich wird?Ich bin im Übrigen Atheist und Hetero.
Sraffa, 21.10 2016, 18:23
@Manfred : Klar bin ich für Tolernaz und vor allem OFFENHEIT ! Was speziell die katholische Kirche betrifft fällt mir nur ein : "Wasser predigen und Wein trinken". Und die Orthodoxe Administration hat in meinen Augen jede Reputation verloren und in manchen Freikirchen tummeln sich auch manche Scharlatane.
Manfred, 21.10 2016, 13:09
Auch meinen Respekt für den Präsidenten.Homosexualität gibt es nun einmal überall in der Welt,ob es der Kirche gefällt oder nicht.Ob die Kirche solche Partnerschaften toleriert ist das Eine,was der Staat macht,ist eine andere Sache.
giftschlange, 21.10 2016, 11:26
Toleranz ist einer der Grundpfeiler des menschlichen Gesellschaft.Daher ist die
Stellungnahme von Herrn Ioannis, äußerrst positiv zu bewerten.Danke Herr Ioannis.
Uwe, 21.10 2016, 10:11
Richtig so! Respekt! Es wird Zeit, dass man auch mal klar Stellung bezieht gegen religiösen Fanatismus. In Rumänien eh ein schwieriges Thema, insbesondere die Trennung zwischen Kirche und Staat. Da werden wohl noch einige Jahre ins Land ziehen, bis da ein Umdenken passiert.

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