Johannis verlangt mehr Nato-Präsenz in Rumänien

Russlandfreundliche Position Ungarns kritisiert

Freitag, 27. Februar 2015

Bukarest (dpa/ADZ) - Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis hat die russlandfreundliche Position des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban kritisiert und mit Blick auf den Ukraine-Konflikt mehr Nato-Präsenz in seinem Land verlangt. „Das ist schon ein bisschen weit aus dem Fenster gelehnt, was die ungarischen Nachbarn da in der Beziehung mit Russland beziehungsweise natürlich in der Beziehung mit den europäischen Partnern tun“, sagte Johannis dem ARD-Hörfunk vor Beginn seines Deutschlandbesuchs. Am Donnerstag begann sein offizieller Besuch in Berlin. Orban steht wegen seiner Anlehnung an Russland in der Kritik.

Johannis plädierte für Einigkeit der EU-Staaten in der Russlandpolitik und versprach, falls nötig, auch schärfere Sanktionen gegen Moskau mitzutragen: „Rumänien hat die Sanktionen gegen Russland von Anfang an unterstützt. Da werden wir an der Seite unserer europäischen Partner auch weiter mitgehen.“ Zwar sei Rumänien nicht direkt von Russland bedroht, doch befinde sich das Land geografisch in einer „exponierten Position“, sagte Johannis weiter. Deswegen möchte Rumänien „von der Nato den Rücken gestärkt bekommen“ und wünsche sich mehr Nato-Präsenz im Land, etwa durch die Stationierung eines Nato-Divisionskommandos.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 27.02 2015, 20:05
Rumänien braucht nicht mehr NATO-Präsenz und auch nicht mehr Militärausgaben. Solange in den Spitälern, Schulen und Altenheimen der Putz von der Decke fällt und das Personal in den Pausen Stellenanzeigen aus dem Ausland durchliest, sollten nicht Millionen und Milliarden für unnötige Rüstung verschwendet werden.
Alex, 27.02 2015, 17:52
Helmut, Rumänien wird nie eine entscheidende Rolle spielen. Dafür ist das Verhältnis zu Russland zu sehr gestört. Man hat sich nicht einmal während des Kommunismus als "Brüder" verstanden. Russland wird Rumänien deshalb nie als Schlichter akzeptieren. Die NATO-Präsenz fordert Iohannis auch nicht zu Angriffszwecken, sondern rein zur Absicherung. Diese ist mehr als geboten, nachdem Putin wie ein wilder um sich schlägt....
Helmut, 27.02 2015, 13:08
Ob die Stationierung einer NATO-Divison in Rumänien,die ideale Lösung ist soll dahin gestellt bleiben.Statt militärischen Gerassels, sollte Rumänien eine echt Friedens-und Verständigungspolitik in diesem Konflikt betreiben.Hier könnte sich Ioannis wirklich profilieren und zeigen über welche Qulitäten er verfügt,nicht durch militärische Forderungen.Eine aktive Vermittlungsploitik Rumäniens,würde dem Land und Europa dienen.Ausserdem könnte Rumänien damit zeigen ,dass dieses Land in der Lage ist,auch bei aussenpolitischen Konflikten einen Beitrag zur friedlichen Lösung zu leisten. WIR WOLLEN FRIEDEN IN EUROPA,NICHT MILITÄRISCHE KONFLIKTE und KRIEGGERASSEL.

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