JournalisMUSS – die Medienwelt verstehen lernen

Jugendliche beschäftigen sich mit Medien und Berichterstattung

Donnerstag, 07. Dezember 2017

Die Seminarwoche zum Thema Medien wurde vom Jugendzentrum Seligstadt und dem Gutenberg Studentenverein in Klausenburg veranstaltet.
Foto: Cornelia Hemmann

Vom 5. bis 11. November 2017 fand eine Seminarwoche des Jugendzentrums Seligstadt und des Gutenberg Studentenvereines in Klausenburg statt. Das Seminar, in dem es um den Umgang mit Medien und Berichterstattung ging, richtete sich an deutschsprachige Schüler und Studenten, und wurde maßgeblich durch das Institut für Auslandsbeziehungen mit Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert.

Zunächst trafen die Teilnehmer aus Rumänien, Ungarn und Deutschland ein. Zusammen mit einigen Studenten der Babeş-Bolyai-Universität ging es zum ersten gemeinsamen Abendessen, um sich kennenzulernen und für ein paar einleitende Worte.

Daher konnte am nächsten Tag direkt mit den inhaltlichen Themen gestartet werden. Einige Referenten waren Professoren oder Studenten der Universität, welche ihre Vorträge ähnlich den Vorlesungen in der Universität aufbauten. Somit wurde nicht nur Einblick in die Themen gegeben, sondern der Verlauf der Woche ähnelte dem Leben der Studierenden am Campus. Inklusive dem Essen in der Kantine der Universität und den gemeinsamen Abendaktivitäten, wie ein Besuch in einem Teehaus oder dem gemeinsamen Kochen am letzten Abend.

Außer Frage steht, dass ein Highlight der Besuch im Studio des Senders TVR Cluj war. Izabella Veibel, welche Beauftragte für die deutsche Minderheit ist, führte erst durch das Gebäude und dann durften ein paar der Teilnehmer sogar Nachrichten in das Mikrofon einsprechen und die Mitarbeiter bearbeiteten die Aufnahmen, so wie sie es auch für die echten Radionachrichten tun.

Außerdem gab es Vorlesungen und Workshops zum Thema, wie Medien und Nachrichten auf Konsumenten wirken und wie Konzerne dies ausnutzen können, ohne dass die Bevölkerung viel davon erfährt. Daher bleibt vielen Teilnehmern als Fazit der Woche, nicht immer alles sofort zu glauben, was in den Nachrichten erzählt, im Internet geschrieben und auf sonstigen Portalen verbreitet wird, sondern dass es sinnvoll ist, sich Informationen aus vielen verschiedenen Quellen zu holen, um sich eine eigene Meinung bilden zu können. Das ist der sicherste Weg, um nicht auf sogenannte „Fake News“ hereinzufallen. Wie man aktiv gegen diese vorgehen kann, erzählte die Mitbegründerin von „Hoaxmap“, eine deutsche Webseite, welche sich darauf spezialisiert hat, Unwahrheiten aufzudecken.

Nach einer zwar anstrengenden, aber dafür sehr aufschlussreichen und lehrreichen Woche sind die meisten erstaunt darüber, wie schnell die Zeit verging und wären gerne noch länger geblieben, um die interessanten Thematiken weiter zu vertiefen und noch mehr Zeit mit den neu gefundenen Freunden in einer so schönen Stadt, wie Klausenburg sie ist, zu verbringen. Geblieben sind auf jeden Fall neben den Erinnerungen auch eigene Artikel der Teilnehmer, die demnächst im Internet veröffentlicht werden.

Kommentare zu diesem Artikel

Hermannstädter, 12.12 2017, 02:22
Die Aufgabe von Journalisten ist es vor allem zu berichten, raus aus dem Büro zu gehen zu den Orten wo sich Dinge ereignen und zu recherchieren was und warum etwas passiert, Leute zu interviewen, warum sie etwas tun, was sie antreibt, etc. Journalismus ist nicht das Volk zu erziehen oder die eigene Weltsicht, die Ideologie unter die Leute zu bringen. Wer das will, soll bitte in die Politik gehen und sich nicht "Journalist" nennen.

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