Jubiläumskonferenz in Karlsburg

Regionale Entwicklungsagentur und Bundeswirtschaftsministerium würdigen 10-jährige Partnerschaft

Mittwoch, 28. März 2012

Alexander Kotzorek (li.) möchte seine Erfahrungen mit der brandenburgischen Berufsausbildung in Siebenbürgen einbringen (daneben: Birgit Schliewenz und Simion Creţu). Foto: ADR Centru

Karlsburg - Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der gemeinsamen Zusammenarbeit organisieren die Regionale Entwicklungsagentur Zentrum (ADR) und das deutsche Wirtschaftsministerium (BMWi) eine Konferenz in Karlsburg/Alba Iulia. „Nachhaltige Regionalentwicklung und Herausforderungen  bis 2020“ lautet der Titel der Veranstaltung, die am 19. April im Hotel Parc veranstaltet wird.

Die Konferenz soll dieErgebnisse der Twinning-Partnerschaft zwischen dem Ministerium und der Regionalagentur hervorheben. Laut dem Einladungstext hat sich die ADR Zentrum zu einer der erfolgreichsten zwischengeschalteten Institutionen bei der Umsetzung des regionalen operationellen Programms der Europäischen Union entwickelt. Es werde am dritten Regionalplan gearbeitet und es gebe eine enge Vernetzung mit europäischen Partnern. Durch das Twinning-Projekt hat sich zudem eine „lebendige Regionalpartnerschaft zwischen dem Land Brandenburg und der Region Centru“ entwickelt“.

Das Land Brandenburg erfülle im Auftrag des BMWi die Twinning-Partnerschaft mit Leben, erklärt die Partnerschaftsbeauftragte Dr. Birgit Schliewenz, die seit mehreren Jahren von Karlsburg aus Kontakte zwischen beiden Regionen herstellt und gemeinsame Projekte unterstützt. Erst am 21. März sei die Partnerschaft vom Brandenburger Wirtschaftsministerium offiziell verlängert worden.

Schliewenz zeichnet auch für die Organisation der Konferenz verantwortlich. Eingeladen sind die Vorsitzenden der Kreisräte Mureş und Alba, Emöke Edita Lokodi und Ion Dumitrel, Hartmut Roeben vom Bundeswirtschaftsministerium und Peter Alltschekow von der deutschen Außenhandelsförderung Germany Trade & Invest. Außerdem sprechen der Direktor der ADR Zentrum, Simion Creţu und Mihai Pocanschi, Direktor für Planung der ADR.

Zuletzt gab es Ende vergangener Woche ein rumänisch-brandenburgisches Arbeitstreffen zwischen Creţu und dem langjährigen stellvertretenden Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Cottbus, Dr. Alexander Kotzorek. Dieser kommt seit 2009 regelmäßig nach Siebenbürgen, um für Projekte der dualen Berufsausbildung zu werben. Ein Schwerpunkt der Bemühungen lag bislang in Kronstadt/Braşov. Dieses Mal habe Kotzorek Gespräche mit Vertretern des Kreisschulinspektorats Alba und der Universität „1 Decembrie 1918“ in Karlsburg geführt.

Ziel sei es gewesen, eine mögliche Zusammenarbeit zwischen der hiesigen Universität und den Hochschulen im Süden Brandenburgs zu besprechen. Die zentrale Frage lautete, wie die Karlsburger Universität zu einer zukunftsorientierten Berufsausbildung beitragen kann. Es gibt bekanntlich Pläne, die Berufsausbildung an technischen Lyzeen ab dem kommenden Schuljahr wieder zu stärken. Denkbar seien, so Schliewenz, Austausche von Lehrkräften oder Praktika in brandenburgischen Unternehmen.

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