Jüngste Quote: Rumänien soll 6351 Schutzsuchende aufnehmen

EU-Innenministerrat entscheidet Umverteilung von 120.000 Flüchtlingen

Donnerstag, 24. September 2015

Prţsident Klaus Johannis vor seiner Abreise zum EU-Sondergipfel
Foto: presidency.ro

Bukarest (ADZ) - Die 28 Innenminister der Europäischen Union haben am Dienstag bei ihrem Treffen in Brüssel die Umverteilung von 120.000 Flüchtlingen beschlossen. Die Entscheidung wurde diesmal nicht im Konsens, sondern mit qualifizierter Mehrheit getroffen – gegen die Stimmen von Rumänien, Tschechien, der Slowakei und Ungarn, während Finnland sich enthielt.

Laut Ratsbeschluss handelt es sich dabei nicht um verbindliche Quoten, sondern um „freiwillige Zusagen“, aufgrund derer in den nächsten zwei Jahren 120.000 Flüchtlinge, vorab aus Griechenland und Italien, in andere EU-Länder umgesiedelt werden. Auf Rumänien entfallen insgesamt 6351 Migranten – 1705 anhand der im Sommer beschlossenen Umverteilung von 40.000 Flüchtlingen, der Rest aufgrund der Entscheidung von Dienstag. In einem ersten Schritt soll Rumänien 2475 zuzüglich der im Juli beschlossenen 1705 Migranten aufnehmen, in einem zweiten dann weitere 2171.

Kommissionsvize Frans Timmermans rief alle EU-Mitgliedstaaten auf, das Ergebnis des Innenministerrats zu akzeptieren.

Der slowakische Regierungschef Robert Fico kündigte allerdings an, sich keinem „Diktat der Mehrheit“ zu beugen – es werde keine verpflichtende Verteilung von Flüchtlingen in seinem Land während seiner Amtszeit geben, lieber riskiere er ein Vertragsverletzungsverfahren. Tschechien hatte noch vor dem Treffen angedeutet, eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof zu überlegen.

In Bukarest bedauerte Staatschef Klaus Johannis am Mittwoch vor seiner Abreise zum EU-Sondergipfel, dass die Entscheidung vom Vortag nicht auf Einstimmigkeit beruht habe, auch würden Quoten das Flüchtlingsproblem keineswegs lösen. Doch sei die auf Rumänien vorerst entfallende Zahl von Schutzsuchenden wohl zu bewältigen, zumal diese nicht auf einmal, sondern binnen eines Jahres umgesiedelt würden, fügte Johannis hinzu. Jedoch scheint sich Rumänien auch jenseits der Quoten auf mehr Flüchtlinge einstellen zu müssen: Der kroatische Premier Zoran Milanovic forderte am Dienstag nämlich den Nachbarn Serbien auf, angesichts der überlasteten Kapazitäten seines Landes den Migrantenstrom nach Rumänien und Ungarn umzuleiten.

Kommentare zu diesem Artikel

Skeptikus, 24.09 2015, 23:05
Ja Herr Präsident - das wird Rumänien doch schaffen: 6400 - oder? schlage vor die 6500 zusätlixhen bürokraten im Innenministerium in 2029 einzustellen. Mit 50 Profis und 47 Lei pro Tag versorge ich 6400 Flüchtlinge :-)
Manfred, 24.09 2015, 19:54
Ach Ottmar!Warum bist Du sooo schwer von Begriff ?Der Dan wird es verstanden haben.Wenn Du Wert auf eine detaillierte Meinung legst,laß es mich wissen.Einen kleinen Palinka werde ich mir jetzt gönnen(aus Karlstadt,aus Aprikosen gebrannt)-danke für den Tip!
Otttmar, 24.09 2015, 17:04
Ja Manfred, die Wassertalbahn haben Schweizer Idealisten gerettet. Frage Wie viele Syrische Kriegsflüchtlinge haben die rumänischen Wassertalbetreiber aufgenommen? Oder hast du zu viel Palinka getrunken?
Manfred, 24.09 2015, 10:13
Sorry,ein Mißgeschick!Ich setze fort...sondern auch viele Vereine und Privatpersonen haben viel Gutes bewirkt.Denke an die Wassertalbahn,denke an Viscri etc.
Manfred, 24.09 2015, 10:09
Bleib mal ruhig Dan,in seinem ersten Satz hat H. Grimm durchaus Recht.Nicht nur die EU,sondern auch vi
Kritiker, 24.09 2015, 09:36
@dan - bitte beruhigen Sie sich wieder! Es ist nicht notwendig andere zu beleidigen.
Kritiker, 24.09 2015, 09:34
Wo liegt das Problem? Rumänien hat erst kürzlich beschlossen 6400 neue Sicherheitskräfte anzustellen - da kommt einer auf jeden Flüchtling. Hoffentlich sind die dann auch so motiviert, dass den Flüchtlingen die entsprechende Hilfe und Unterstützung zukommt.
Meine vollste Zustimmung zu dem Kommentar von Hermann Grimm.
dan, 24.09 2015, 09:07
Herr Grimm + Eickhoff haben sicherlich bisher keine Hilfe an Flüchtlinge geleistet... oder sogar Flüchtlinge bei sich aufgenommen...
wie es ihre linken Parteioberen und der Lachpräsident Gauck auch gefordert hatten... aber nicht tun.

Aber in Rumänien erlauben sie sich, auf dick zu machen!! und uns belehren zu wollen!
Go home, und macht euren Scheiß daheim.
dan, 24.09 2015, 09:04
"Wertlose Staaten"-- wer ist H. Grimm, daß er so eine Beleidigung Rumäniens hier reinschreibt??
Wahrscheinlich auch so ein hergelaufener "Deutscher" aus der BRD, der keine Ahnung von Vielvölkerstaat hat.
Von Islamisten, Terroristen desto weniger.
Wir in Rumänien brauchen keine hergelaufenen abgewrackte Deutsche, die ihre Wohlstandsrente aus der BRD beziehen oder dort bei Linken und Grünen sind, die hierher kommen, und uns belehren wollen!!
Wir brauchen in Rumänien Deutsche, die noch die europäischen Werte des Christentums haben - und nicht Unterstützer von "Fuck you Deutschland" oder "nie wieder Deutschland" --- solche Deutsche sollten direkt nach Syrien in den ISIS-Staat umziehen.
Oder in einen anderen Islam-Staat, z.B. nach Saudi-Arabien.
Sie haben hier in Rumänien nichts verloren!!
Alexander Eickhoff, 24.09 2015, 08:54
Die europaeischen Staaten ohne eigene Kuesten tun sich leicht in ihrer Ablehnung von Fluechtlingen mit Zaeunen und markigen Erklaerungen, Es sind die Staaten am Mittelmeer an derern Straenden die Fluechtlinge in Wracks anlanden! Hier stehen die Regierungen, die Menschen vor Ort vor der Frage, die Asylsuchenden an Land oder ersaufen zu lassen!

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*