Jugendparteichef als Raufbold

Ex-TSD-Führer wegen Gewalttätigkeit verurteilt

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Reschitza – Anfang Oktober 2014 ist Darius Căplescu zum Führer der Sozialdemokratischen Jugend TSD Karasch-Severin gewählt worden. Im Mai 2015 leistete er sich zusammen mit Ionuţ Boşneag eine Prügelei mit Knüppeln, nachts, vor dem Underground-Club beim Gewerkschaftskulturhaus im Stadtzentrum, während der die beiden zwei einschlägig als lichtscheu bekannte Gestalten von Reschitza, Nicu Roman und Adrian Paşca (genannt „Ţapu“) derart verprügelten, dass diese mehrere Wochen sowohl im Krankenhaus als auch ambulant medizinisch betreut werden mussten. Paşca musste sogar für eine Zeit im Militärspital Temeswar behandelt werden. In der jetzt abgeschlossenen Gerichtsverhandlung wurde der als Anstifter der Prügelei identifizierte Căplescu wegen Gewalttätigkeit mit Körperverletzung sowohl im Falle Roman als auch Paşca zu je einem Jahr Gefängnis verurteilt (er hat das Urteil vor dem Berufungsgericht Temeswar angefochten). Zudem muss er den Gegenwert von 120 Arbeitstagen – das sind 1500 Lei, 12,5 Lei/Tag – als Strafgebühr entrichten. Das Gericht legte beide Ein-Jahr-Gefängnisstrafen zusammen und machte daraus ein Jahr und vier Monate Gefängnis. Die Strafgebühr blieb unverändert.

Sein Kumpel Ionuţ Laurenţiu Boşneag wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt wegen Körperverletzung im Falle von Adrian Paşca, allerdings muss er eine Strafgebühr von 3600 Lei entrichten (180 Arbeitstage). Zudem muss er wegen Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung weitere 1500 Lei zahlen. Boşneag wurde als rückfälliger Straftäter behandelt, dessen Verurteilung von  2011 auf anderthalb Jahre Gefängnis mit einer vierjährigen Bewährungsfrist nun zu einer operativen Gefängnisstrafe (insgesamt zweieinhalb Jahre) umgewandelt wurde, da er die Straftat innerhalb der Bewährungsfrist begangen hat. Solidarisch müssen die beiden Verurteilten gegenüber dem Kreiskrankenhaus Reschitza, wo ihre Opfer behandelt wurden, 2278 Lei Behandlungsgebühren entrichten, während sie dem Militärspital Temeswar 1508 Lei zum selben Zweck überweisen müssen. Außerdem muss jeder von ihnen den beiden Opfern der Prügelei je 2000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Damit hören die Gerichtsklagen gegen den Ex-TSD-Führer Darius Căplescu noch nicht auf. Dieser Tage wird ein weiteres Anklagedossier gegen ihn dem Gericht überreicht. Der amtierende Bürgermeister von Reschitza, Ioan Popa, wurde von Căplescu im Frühwinter 2015 tätlich angegriffen, angeblich im Rahmen einer parteiideologischen Auseinandersetzung (Căplescu ist PSD, Popa PNL). Der Rowdy brach Popa das Nasenbein, wofür ihn nun Ioan Popa wegen Körperverletzung gerichtlich belangt.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*