Jung und Alt erfreuen sich an einer Ausstellung

Spielzeug aus der vorigen Jahrhundertwende

Samstag, 22. März 2014

Als Kurator der Ausstellung bietet Ovidiu Savu fachkundige Auskünfte zu allen Exponaten.

Ein großer Anziehungspunkt ist der Kasten mit Puppen-Exponaten.

Dieses Dreirad-Pferd zieht alle Blicke an. Ein solches soll als Kind auch Königs Mihai I gehört haben.
Fotos: Dieter Drotleff

In eine andere Welt, die der Kindheit um das Jahr 1900, wird man beim Besuch einer Spielzeugausstellung  im Gedenkmuseum „Casa Mure{enilor“, gelegen am Kronstädter Marktplatz, versetzt. Die wertvollen Exponate stammen fast ausschließlich aus der Sammlung des Kronstädter Kunstfreundes Marian Spatariu und können noch bis zum 15. April l. J. bewundert und begutachtet werden. Anschließend soll die Schau in Mediasch gezeigt werden, wie uns der Sammler sagte. Somit ein neuer Standort mit voraussichtlich eben so vielen Besuchern.

Denn in Kronstadt sind seit deren Eröffnung am 12. Dezember 2013, über 1500 Besucher gezählt worden, wie uns der Kurator der Ausstellung, Ovidiu Savu, stolz betonte. Ursprünglich sollte die Schau schon im März geschlossen werden, doch wegen dem großen Interesse, nicht nur von Kindern sondern auch deren Großeltern und Erwachsenen, wurde der Termin bis Mitte April verlängert.

Die Ausstellung die unter der Bezeichnung „Kindheit von früher“ geöffnet ist, bietet einen geschichtlichen Rückblick, hat aber auch einen breiten erzieherischen und bildenden Charakter. Um die Mentalität der Kinder in  der Jahrhundertwende um 1900 besser zu verstehen, sind auch Fotos verwendet worden, in Zeitdokumenten wurde nachgeschlagen. Werbung aus der Zeit  vor dem Ersten Weltkrieg für Produkte für Kinder u. a. für Süßigkeiten sind zu sehen. Damals lebten rund 80 Prozent der Kinder auf den Dörfern, die Mütter spielten die Hauptrolle in der Erziehung der Kinder. Viele der Spielsachen wurde für diese Kinder rudimentär, vor allem aus Holz hergestellt.  Eine wichtige Rolle spielten auch damals im Leben der Kinder die kirchlichen Feiertage wie Weihnachten und Ostern. Viel Erfolg bei der Ausstellung hatte in der Vorweihnachtszeit der alte Briefkasten in den die Kinder bei der Besichtigung ihre Wunschzettel einwerfen konnten. Zwei große Schautafeln umfassen Probleme der Kinder in den Zeiten die in der Ausstellung widerspiegelt werden.

In dem ersten Ausstellungsraum ist ein zweisitziger Kinderwagen der Marke Thonet aus Wien um 1920 zu sehen, wobei man über die technischen Lösungen nur staunen kann. Durch einen Griff kann die Position des einen Vordersessels umgestellt  werden, sodass  sich die beiden Kinder gegenüber anschauen können  oder hintereinander sitzen und beide Sicht in Fahrrichtung haben. Mehrere Schaukelpferde in unterschiedlichen Ausführungen sind ausgestellt. Schuko-Miniaturautos aus Metall, aber auch ein Kleinlaster der russischen Marke Zill, ein Motorrad mit Beiwagen und ein Elektrozug sind zu sehen. Metallsparbüchsen und Puppen sind weitere Anziehungspunkte in der Schau. Eine bunt bemalte Kindergartentasche aus Blech, einschließlich ein Kindernachtstopf aus Porzellan in Holzumfassung eingebaut, ziehen die Blicke an. Und weitere Überraschungen sind da.

Einschließlich können die kleinen Besucher alte Zeichentrickfilme wie beispielsweise die im Fernsehen ausgestrahlte „Mihaela“ auf einer iPad-Tablette oder auch Walt-Disney-Filme auf Großleinwand sehen. Die Fachleute des Museums leiten die Kinder beim Zeichnen, beim Basteln mit Plastilin oder Töpferlehm an. Wöchentlich kommen mehrere Kindergruppen zu Besuch die ihre Freude an der Ausstellung haben. Geöffnet ist diese täglich von 9 bis 17Uhr, samstags ab 10 Uhr. Die Eintrittspreise betragen für Erwachsene fünf Lei, für Rentner drei Lei und für Kinder zwei Lei. Somit sollte die Verlängerung der Ausstellungsdauer wahrgenommen werden, ein Besuch ist lohnenswert.

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