Jung und mit viel Engagement

Anne Wiebelitz weilt als ifa-Kulturmanagerin seit September in Fogarasch

Freitag, 05. April 2013

ifa-Kulturmanagerin Anne Wiebelitz widmet sich voll den Projekten in Fogarasch und dem Umfeld. Foto: Dieter Drotleff

Kommuniziert hatten wir schon einige Male, doch persönlich lernten wir uns in dem Amtsraum der Evangelischen Kirche A.B. von Fogarasch kennen, wo Anne Wiebelitz für ein Jahr als Kulturmanagerin des Instituts für Auslandsbeziehungen e.V. Stuttgart (ifa) da weilt und von da aus die Aktivitäten koordiniert, in die sie impliziert ist. Seit September 2012 hat sie ihren hiesigen Job angetreten und setzt praktisch die Arbeit ihrer Vorgängerinnen fort,  die in gleicher Funktion  das Stadtpfarramt A.B. von Fogarasch und den dazugehörigen Diasporagemeinden  in seiner vielseitigen Kulturtätigkeit und sozialem Einsatz unterstützen, eigene Ideen da einbringen und verwirklichen.

Mit ihrem jugendlichen Elan, dem ständigen Lächeln und auch ihrer Erfahrung hat sie den Anstoß für weitere Tätigkeiten mit Kindern und Jugendlichen gegeben, die nicht nur in Fogarasch, sondern auch in dem Jugendbegegnungszentrum in Seligstadt und in Bekokten durchgeführt werden. Hilfreich ist ihr dabei auch die Tatsache, dass sie Rumänisch spricht, was ihr die Kommunikation erleichtert. In Fogarasch wurde sie sehr gut aufgenommen, hat volle Freiheit, um sich den Projekten zu widmen, die natürlich in Absprache mit Stadtpfarrer Dr. Johannes Klein, den Presbytern, den Ratschlägen von Christiane Neubert als Musikwart, den anderen Mitarbeitern im Kirchenamt durchgeführt werden.

Anne Wiebelitz ist in der Dresdner Gegend geboren. In Jena hat sie Politikwissenschaft und interkulturelle Wirtschaftskommunikation, mit besonderer Ausrichtung auf Südosteuropa, studiert. Da lernte sie auch Rumänisch und konnte ihre diesbezügliche Kenntnisse in Klausenburg vervollständigen anlässlich eines Semesters, das sie an der Fakultät für Europastudien der Babeş-Bolyai-Universität verbrachte. Ihre erste Anstellung folgte am Theodor Heuss-Kolleg als Seminarleiterin.

An diesem werden junge Menschen in Sachen Osteuropa-Kenntnisse gefördert. Mit Freunden gründeten sie eine NGO und beteiligten sich an einem Seminar in der Evangelischen Akademie von Hermannstadt. Sie fanden, wie sie selbst bestätigt, alles sehr toll da. Dann hat sie sich bei ifa beworben und lernte  somit Fogarasch kennen,  nachdem sie vorher auch viel gereist ist: Balkanländer, Georgien, Aserbaidschan aber auch Neuseeland kennenlernte.

Natürlich fehlen ihr die vielen Freunde von zu Hause. Aber eine der Freundinnen befindet sich auch da. Antonia Schwarzmeier hat Innenarchitektur studiert und macht ein Praktikum auch innerhalb des Fogarascher Pfarramtes. Und mit ihnen teilt den Raum auch Daniel Wieting aus Hamburg, der ein Praktikum als Erzieher durchführt. Auch so ist feststellbar, welch großen Anziehungspunkt das Fogarascher Stadtpfarramt für Mitarbeiter aus Deutschland in den letzten Jahren darstellt.

Die Arbeit da macht  Spaß, betont Anne Wiebelitz. Ersichtlich ist das auch aus den bevorstehenden Veranstaltungen,  u.a. die zweite Auflage der Kinderspielstadt „Danubius“ in Seligstadt und Bekokten, das Ende April stattfindende kulturgeschichtliche Seminar, das die Grundlage für die Audiowanderung zwischen den beiden Dörfern darstellt. Vom 6. bis 14. April ist ein interethnisches Theaterseminar in Bekokten – Rumänisch, Deutsch, Ungarisch, Romani – eingeplant. Anfang Mai folgt ein Seminar für Multiplikatoren. Hinzu kommen auch Gäste aus Bremen und Schäßburg.

Gelegentlich kommen die ifa-Kulturmanager aus Rumänien zusammen. Eine Begegnung fand in Hermannstadt statt, es folgte eine in Temeswar, einige Kollegen werden auch zu der Danubius-Kinderspielstadt (14. - 21. Juli l.J. in Bekokten) erwartet. Es sind dankbare Aufgaben, denen sich Anne Wiebelitz in der Zeitspanne ihres für ein Jahr laufenden Vertrages da widmen wird. Sie selbst hat daran viel Spaß und ist froh, zur Bildung und Erziehung der daran beteiligten Kinder und Jugendlichen beizutragen.

Kommentare zu diesem Artikel

Alexander, 11.04 2013, 10:31
Sich Regen bringt Segen, so sagt der Spruch der sich in Fogarasch bestaetigt. Nicht warten, taetig werden ist das Rezept nach dem in Fogarasch die evangelische Gemeinde A.B. Fortschritt angestrebt wird.
Wesentliche Aspekte dieser Tatkraft und der daraus resultierenden Erfolge ist die Bemuehung um und der Einsatz von junger Menschen aus Deutschland seitens der Gemeindefuehrung um Pfarrer Johannes Klein. So wird eine Aufbruchstimmung geschaffen die im Gegensatz zu der leider vielfach zu findenden Resignation in anderen Gemeinden Siebenbuergens und Teilen der Landeskirche steht.

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