Juventus-Preise vergeben

Junge Künstler setzten sich mit „Appropriation Art“ auseinander

Montag, 26. Juni 2017

Sorina Jecza, die Leiterin der Stiftung „Triade“ (rechts), Peter Hochmuth, der Vorsitzenden des DWC Banat und die Kuratorin Maria Orosan-Telea.
Foto: Siegfried Thiel

Überdimensionale Kraut- und Zwiebelstücke, in denen große Lego-Klötze passen – „Lego-me“ heiß die Plastik, die Ion Toderașcu den ersten Platz im Juventus-Wettbewerb in diesem Jahr gebracht hat. Dabei hat sich der Student der Kunstfakultät an der West-Universität Temeswar an das Thema gehalten: „Appropriation Art“, eine Ausdrucksform des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens, bei der man sich ein Vorbild aus der Kunstgeschichte nimmt und daran kreiert. Jan Vormann war Ion Toderașcus Vorbild, der junge deutsche Künstler ist für seine Interventionen mit Lego-Klötzen in öffentlichen Räumen bekannt. Konkret „repariert“ er Wände mit Hilfe von Lego-Steinen.

Zum 15. Mal sind am Sonntag die Juventus-Preise vergeben worden. Der von der Stiftung „Triade“ ins Leben gerufene Wettbewerb erfreut sich einer zahlreichen Teilnahme. Seit vierzehn Jahren ist der Deutschsprachige Wirtschaftsclub Banat Partner des Programms. Ein weiterer Partner ist die Kunstfakultät an der West-Universität Temeswar.

Ion Toderașcu ist in diesem Jahr mehrfach preisgekrönt worden: Auch der dritte Preis ging an ihn für die Plastik „Würste aus Stein“ und für die „Gabel“ erhielt er auch einen Anerkennungspreis. Der zweite Preis ging an Dorina Laura Duduleanu, für „Beyond Pattern“. Weitere Anerkennungspreise erhielten Ștefan Curelici („00110010IL“) und Adriana Muscă („Die Rüstung der Venus“).

Wie die Kuratorin Maria Orosan-Telea erklärte, ist „eine Mikrogeschichte der Kunst entstanden, angefangen mit dem 17. Jahrhundert, Adrian Pop zitiert Zurbaran, gefolgt von der Kunst in den Niederlanden, nach dem Bild ‚Das Mädchen mit dem Perlenohrring‘, dem Neoklassizismus mit ‚Marats Tod‘ von David, dem Impressionismus, bis hin zu dem Zwiegespräch zwischen den beiden Großen des Anfangs des 20. Jahrhunderts Klimt und Schiele, das von Natalia Bica in einer äußerst delikat bearbeiteten Reihe von Gravuren vorgeschlagen wird, oder Giacomettis Hand, Claes Oldenburgs supradimensionale Lebensmittel oder das Zitieren eines jungen deutschen Künstlers Jan Vormann“.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*