Karansebesch verzichtete zugunsten von Reschitza

Geldregen des Kreisrats sorgt weiterhin für Diskussionsstoff

Samstag, 09. März 2013

Reschitza - Um die Kirche im Dorf zu lassen, hatte der Bürgermeister von Karansebesch, Ion Marcel Vela, im Vorfeld der außerordentlichen Tagung des Kreisrats Karasch-Severin die Halbierung der Gelder akzeptiert, die für seine Stadt vorgesehen waren: von 2,5 Millionen Lei auf etwas über 1,2 Millionen Lei.

Das hat die Abgeordneten des Kreisrats dazu bewegt, unisono von einem „Verzicht auf Politisierung bei der Verteilung der Karasch-Severin zustehenden Anteile an der Mehrwertsteuer und an der Lohnsteuer“ zu sprechen. Trotzdem gibt es Nachwellen von Unzufriedenheit, vor allem bei denjenigen Bürgermeistern, die sich mit geringeren Zuwendungen aus dem ihnen vermeintlich oder real Zustehenden zufriedengeben mussten. Grundprinzip bei der Verteilung der Überweisung durch das Finanzministerium war, dass mittels dieser Gelder die Ratshäuser in die Lage versetzt werden, ihre Schulden für Investitionen und anteilige Finanzierungen von Projekten zu tilgen. Die höchsten Summen gingen an Reschitza und an Karansebesch: 3,5 bzw. über 1,2 Millionen Lei. Kreisratspräsident Sorin Frunzăverde gab sich versöhnlerisch gegenüber seinem langjährigen Spannungs-Gegenpol Mihai Stepanescu, dem Bürgermeister von Reschitza: „Reschitza hat 3,5 Millionen Lei bekommen, weil es so viel gefordert hat. Sicher, die Stadt hat, verglichen mit anderen Ortschaften des Banater Berglands, unvergleichlich höhere Einkommen, selbst unter den Bedingungen, wo diese in den letzten beiden Jahrzehnten stark geschrumpft sind.“

Der Verzicht auf die Hälfte der vorgesehenen Summe, den Ion Marcel Vela vor dem versammelten Kreisrat verkündete, kam nicht ganz von ungefähr. Die Antwort von Frunzaverde:  „Karansebesch braucht dringend Geld für die Sanierung des Krankenhauses und kann dieses nicht selber aufbringen. Und die Stadt betreut eine ganze Reihe von EU-Projekten, die zu kofinanzieren sind. Auch an Bozovici haben wir mehr Geld überwiesen, weil dort ein Krankenhaus zu sanieren und auszustatten ist. Bokschan braucht das Geld zum Sanierungsprojekt des historischen Stadtzentrums von Deutsch-/Montan-Bokschan. Während wir an Orawitza und Neumoldowa jene Summen überwiesen haben, die strikt zur Tilgung von allen ihren Schulden nötig sind. Der Bürgermeister von Orawitza hat sich sogar für das Verständnis des Kreisrats bedankt. Fakt bleibt – und da können Sie parteiintern meckern, so viel Sie wollen – wir haben die Haushaltsaufstockungen ausgeglichen gehandhabt und: wir unterstützen alle gleichermaßen!“

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