Karansebesch will eigenes Rentenamt

Arbeits- und Sozialministerin hat nichts dagegen

Mittwoch, 03. Juli 2013

Karansebesch - Der Karansebescher Bürgermeister Ion Marcel Vela, einer der vielen Vizepräsidenten der Ko-Regierungspartei PNL, betreibt weiter die Stärkung seiner Ortschaft – und die Erodierung des Kreisvororts Reschitza. Seine jüngste Initiative: Er will in Karansebesch ein eigenständiges Renten- und Sozialamt eröffnen, in dessen Zuständigkeit der Norden des Banater Berglands, aber auch dessen Osten und Südosten fallen sollen.

Dazu machte er jüngst der Arbeits- und Sozialministerin Mariana Câmpeanu in Bukarest seine Aufwartung. Und er bot an, für eine Filiale der Rentenkasse als Beitrag der Stadt gratis die Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, was in Bukarest natürlich gern gehört und freudig registriert wurde. Dazu Vela vor den Medien: „Aufgrund der Gespräche mit der Frau Ministerin Câmpeanu kamen wir überein, dass in Karansebesch eine solche Investition gestartet werden kann. Auch waren wir uns einig, dass eine derartige Institution in Karansebesch den Bedürfnissen der Bevölkerung entgegenkommt, sowohl denjenigen, die in Karansebesch und Umgebung leben, als auch allen, die bis zur östlichen Kreisgrenze in Topletz/Topleţ, ja sogar im Almasch-/Almăj-Tal ihre Wohnorte haben. Wir sprechen da von mehr als 35 Prozent aller Rentner des Verwaltungskreises Karasch-Severin, die gegenwärtig noch gezwungen sind, für jede Kleinigkeit bis nach Reschitza zur Rentenkasse zu fahren – lange Hin- und Rückfahrten, Schlangestehen, Erledigung von meist unangenehmen Verwaltungsanforderungen usw. – und das alles bei dem bekanntlich nicht glänzenden Gesundheitszustand und den geringen finanziellen Ressourcen der Rentner.

Bürgermeister Vela, der vorher in Bukarest auch Gespräche mit denjenigen geführt hat, die sich mit der Vorbereitung der Regionalisierung beschäftigen, scheint sich offentlichlich seit einiger Zeit aufgrund von Insiderinformationen auf eine Verwaltungsreform mit dem Ziel der Dezentralisierung/Verwirklichung des Subsidiaritätsprinzips vorzubereiten. Denn er bemüht sich zunehmend, vom Kreisvorort Reschitza Kompetenzen abzuzweigen und in Karansebesch Institutionen aufzubauen, die in der Perspektive einer Dezentralisierung an Bedeutung gewinnen werden. Und das trotz der Tatsache, dass das Humanpotenzial der Stadt relativ beschränkt ist und die Stadt bereits heute massiv an Pendler appellieren muss, um ihren Bedarf an Arbeitskräften zu decken.

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