Kein Interesse an ehemaligem Pionierpalast

Stadtrat beschließt, vom Vorkaufsrecht der Stadt abzusehen

Samstag, 29. Dezember 2018

Kronstadt – Der Kronstädter Stadtrat will sein Vorkaufsrecht in Bezug auf den ehemaligen Pionierpalast (bekannt als Ştirbey-Palast) nicht geltend machen. Dagegen stimmten bei der Stadtratssitzung vom 21. Dezember nur drei Stadträte: Forums-Stadtrat Christian Macedonschi, der unabhängige Stadtrat [erban [ov²ial² und ein Vertreter der Ökologischen Partei. Arnold Ungar, zweiter Stadtrat des Deutschen Forums, war bei der Abstimmung nicht im Sitzungsaal.

Der Palast, der vom Prinzen [tirbey 1912 errichtet wurde und der unter Denkmalschutz steht, wurde 2002 den Ştirbey-Erben rückerstattet. Diese verkauften ihn an die Firma Vectra des Kronstädter Unternehmers Marcel Butuza, der ihn nun seinerseits über eine Versteigerung mit dem Ausgangspreis von 14 Millionen Lei zum Kauf anbietet. Der Palast wurde vom kommunistischen Regime enteignet und als „Pionierpalast“ genutzt. 1958 wurde dort ein wertvoller dendrologischer Park von der Kronstädter Forstfakultät eingerichtet. Auch beim ersten Verkauf des Palastes hatte die Stadtverwaltung ihr Vorkaufsrecht nicht wahrgenommen.

Die Kronstädter USR-Filiale hatte vor der Stadtratssitzung eine Online-Umfrage gestartet, um zu erfahren, wie die Kronstädter zum Ankauf des Palastes durch die Stadt stehen. Die absolute Mehrheit (95 Prozent von z.Z. 600 Antworten) spricht sich für die Übernahme des Palastes und des Parkes durch die Stadt aus. Seitens der USR heißt es, dass Kronstadt unter einem Mangel an Grünfläche leide, so dass dieser Park, der auch durch seinen Baumbestand von wissenschaftlichem Standpunkt wertvoll ist, zurück in den Stadtbesitz gelangen sollte. Außerdem habe der Palast samt seiner Umgebung das Potenzial, eine weitere attraktive touristische Sehenswürdigkeit Kronstadts zu werden.

In seiner Stellungnahme wies Christian Macedonschi auf das „Minitehnicus“-Projekt des Deutschen Wirtschaftsklubs Kronstadt hin, das das Interesse der Kronstädter Schüler für Technik fördern soll. In diesem Sinne könnte der Palast wieder den Jugendlichen zur Verfügung gestellt werden.

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