Kein Investor für die Rumänische Post

Schädliche Verträge und weitere Steuerschulden

Donnerstag, 30. Mai 2013

Symbolfoto: sxc.hu

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Kein einziger potenzieller Investor hat bis Fristablauf am Dienstag das Aufgabenheft für die Privatisierung der Rumänischen Post erworben, erklärte der Generaldirektor der Post, Ion Smeeianu.

Potenzielle Investoren hatten zuvor eine Fristverlängerung für unverbindliche Angebote beantragt, nachdem die Steuerbehörde ANAF bei der Post weitere 107 Millionen Lei Steuerschulden für den Zeitraum 2003 – 2012 aufgedeckt hatte. Die Steuerschulden insgesamt belaufen sich auf 240 Millionen Lei, die Gesamtverbindlichkeiten auf 556 Millionen Lei.

Ion Smeeianu verwies darauf, dass fast sämtliche gewinnbringende Aktivitäten der Rumänischen Post durch Verträge mit anderen Firmen belastet sind, die dem Betrieb einen Schaden von Millionen Euro zufügen. Es gibt auch ungünstige Verträge  für Dienstleistungen und Wachpersonal, die schwer aufgelöst werden können. Dazu wurden in  verschiedenen Städten – Konstanza/Constan]a, Jassy/Iaşi, Piatra Neamţ – Räumlichkeiten zu überzogenen Preisen angemietet.

Derzeit hält der rumänische Staat über das Kommunikationsministerium 75 Prozent Anteile an der Post und der Investmentfonds Proprietatea 25 Prozent. Bei der geplanten Privatisierung soll ein Investor über Kapitalaufstockung bis zu 51 Prozent Anteile erwerben.
Die Rumänische Post hat rund 32.000 Angestellte und das landesweit größte Postämternetz (7100 Einheiten).

Kommentare zu diesem Artikel

Norbert, 31.05 2013, 18:12
Nur noch die Indianer können diesem Nichtskönnerstaat da aus der Patsche helfen.
Deswegen folgender Vorschlag. Die Schaafhirten machen einen Lehrgang im Rauchzeichen geben ,bei den Indianern. Die können dann von Berg zu Berg so wie die Indianer es früher gemacht haben ,die Nachrichten weiter transportieren. Alles andere ,was mit Geld ,investitionen, Technik ,vertrauen zu tun hat,Ist für rumänien erst im 23 Jahrhundert vorgesehen.
sraffa, 31.05 2013, 12:28
Ich glaube das funktioniert nicht mehr so einfach - di Zeiten dürften vorbei sein. Wichtiger wäre es die Frage zu stellen wem die Grundstücke eigentlich gehörten bevor das Rum.Militär darauf seine Griffel legte ?
ottmar, 30.05 2013, 20:16
Ich hab heute mit einem fussballbegeisterten Taxifahrer in Bukarest gesprochen. Steaua soll dem Basescu Clan irgendwie einverleibt werden. So viel zu meiner Frage was geschiet mit dem gestohlenen Vermoegen von Gigi
sraffa, 30.05 2013, 14:42
@Hans : Gut bewachte Arbeitslager im Baragan oder im Donau-Delta tun es auch ! Vor allem sollten die Gefängnisinsassen ihren Lebensunterhalt mal selber verdienen; darauf könnten die dann auch stolz sein. Vieles schien ja offensichtlich vor 1989 viel besser orginisiert gewesen zu sein als heute !
Hanns, 30.05 2013, 13:13
@sraffa - ich stimme Ihnen voll und ganz zu! Aber dann wird man auch neue Gefängnisse errichten müssen, damit man alle Gauner unterbringen kann.
sraffa, 30.05 2013, 11:40
@Konrad : Sie schreiben hier von "Sünden" als ob es es sich lediglich um Geschichten handeln würde; dabei ist es : Systematischer und organisierter Betrug und Untreue von Personengruppen zu Lasten des Rumänischen Staates und damit zu Lasten der Allgemeinheit ! Das ist Großbetrug/Diebstahl an jedem Individuum welches in Rumänien Steuern/Gebühren gezahlt hat und noch zahlen wird und/oder über Geld verfügt. Diese Banden sind letztlich schuld an Inflation/ Wertverfall und gehören aber sofort in Gefängnisse und vor allem deren Vermögen sofort beschlagnahmt !
Ich bin ja kein Freund stalinistischer Säuberungsmethoden aber rechtsstaatliche Verteidigung muss es geben und Prozesse !
Herbert, 30.05 2013, 11:06
Ein weiteres Beispiel für eine typisch rumänische Misswirtschaft!
sraffa, 30.05 2013, 10:53
Offensichtlich ist es erst einmal erforderlich mit Haftbefehlen wegen vorsätzlicher Untreue in der Verwaltung der Post und dem Ministerium aufzuräumen. Gerichte sollten dann die Verträge wegen offensichtlichen Betrugs für ungültig erklären und die Profiteure belangen.
Konrad, 30.05 2013, 10:11
Warum soll sich eigentlich jemand dafuer interessieren, 51% der maroden, rumaenischen Post zu uebernehmen ? Die bisherigen "Privatisierungen" verschuldeter Staatsunternehmen (waeren es Privatunternehmen, haetten etwaige Interessenten es fast ausnahmlos mit dem Insolvenzverwalter zu tun ) haben den Investoren keine Freude bereitet. Die zustaendigen, aufgeblasenen Ministerien und deren nachgeschaltete Institutionen sollten sich lieber darum kuemmern, diesen Betrieben ein qualifiziertes Management zu verpassen, das sich mit den Suenden der Vergangenheit (Auslagerung der gewinnbringenden Aktivitaeten, kostentreibende Vertraege mit privaten Dienstleistern und Vermietern) auseinandersetzt. Dazu gehoert auch, zu untersuchen, wie solche Vertraege zustandegekommen sind; Gruss an die DNA und an die Strafvollzugsbehoereden, noch ein paar Zellen freizuhalten. Erst dann, wenn diese Dinge konsequent angegangen werden, wird sich ein serioeser Investor finden.

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