Keine Donaufähre für Neumoldowa

Kein Bauunternehmen hat sich der Ausschreibung gestellt

Mittwoch, 21. September 2016

Neumoldowa – „Heute ist der traurigste Tag meines bisherigen Mandats als Bürgermeister von Neumoldowa“, sagte Adrian Torma am Montag, nachdem sich der Ausschreibung für den Bau der Anlegestelle der künftigen Donaufähre von Neumoldowa/Moldova Nouă kein Bauunternehmen gestellt hat. „Voller Trauer muss ich bekanntgeben, dass damit das Projekt des Grenzübergangs zu Serbien mittels Donaufähre nicht realisiert wird. Heute war die letztmögliche Ausschreibung und leider hat sich auch dazu keine einzige Baufirma gemeldet.“

Damit ist das Rathaus von Neumoldowa verpflichtet, zwei Millionen Euro an die Partner zurückzuzahlen, den Kreisrat Karasch-Severin und die beiden Kommunen aus Serbien, die Partner im grenzüberschreitenden IPA-Projekt waren. Und in den kommenden sieben Jahren kann sich die Stadt Neumoldowa bei keiner EU-Finanzierung mehr bewerben. So hat man ihr mitgeteilt. Das ist die Folge der Nichtverwirklichung eines bereits genehmigten Projekts, das zum Großteil aus Mitteln der EU finanziert werden sollte.

Adrian Torma (PNL), privat zusammen mit seinem Bruder ein erfolgreicher Unternehmer, war in der vergangenen Legislaturperiode der Kopf der Oppositionsfraktion im Stadtrat der Donaustadt und hat sich mit dem Langzeitbürgermeister und Ex-Gewerkschafter Matei Lupu (PSD) zahlreiche und heftige politische Gefechte geliefert, aus denen er schließlich bei den Kommunalwahlen vom Juni d.J. als Bürgermeister von Neumoldowa hervorging. Seither klagt er über das verworrene Erbe der Vorgängeradministra-tion, zu welcher wohl auch das Scheitern des Projekts der neuen Donaufähre gezählt werden muss.

Kommentare zu diesem Artikel

Peter, 21.09 2016, 15:41
Es ist beschämend was man hier lesen muss. Mich würde es nicht wundern, wenn hier Jemand, aus gekränkter Eitelkeit, das Projekt torpediert. Hat die Stadt nicht schon genug am Hals, wie die maroden Straßen, das Problem mit dem Giftstaub und dann noch das Kupferbergwerk. Das Krankenhausproblem wurde gelöst, zum Glück.
Ich wünsche dem Bürgermeister und der Stadt das sie eine Lösung finden!

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