Keine Hürde mehr für Arader Autobahn

Einziger Ausführer bleibt Astaldi-Max Boegl

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Blick auf die Baustelle der Arader Autobahn

Ein Blitzbesuch von Transportminister Ioan Rus am 6. Oktober auf der Baustelle der Autobahn Nadlak-Petschka stellt die Weichen. „Wie die Bauausführer nun versprochen haben, wird man diese Autobahn schon Ende 2014 befahren können!“ So optimistisch gab sich jetzt Minister Rus, obwohl man vor einigen Monaten gar nicht laut davon reden konnte und die Bauausführer noch kurz zuvor eine Letztfrist eher für Anfang des Jahres 2015 angegeben hatten. Alle möglichen Hürden erlebte die Landesgesellschaft für Autobahnen und Nationalstraßen von Anfang an mit seinem Projekt der Arader Autobahn Nadlak-Arad. Nun scheint dieses schwierige Baukapitel endlich passé zu sein: CNADR teilte Ende September per öffentliche Versteigerung den Bauvertrag für die lange ohne Ausführer gebliebene Autobahntrasse Nr. 2 Petschka-Arad, vom Kilometer 22 bis zum Kilometer 39, der Firmengruppe Astaldi-Max Boegl, für nahezu 90 Millionen Lei ohne MwSt, zu.  Die störenden Schwierigkeiten beim Bau der Autobahn mit einer Gesamtlänge von 39 Kilometern, geteilt Trasse I Nadlak-Petschka sowie Trasse II Petschka- Arad reichten von Misswirtschaft, Ausfall von Finanzierung, Baustopp, Widersprüchen bis zu Konkurrenzverfahren der Baufirmen und Vertragskündigung. Das, obwohl gerade diese Autobahn für Rumänien und die Landesgesellschaft der Autobahnen und Nationalstraßen eine strategische Bedeutung hat: Sie ist die westlichste Autobahn des Landes und soll als Teilstück des paneuropäischen Verkehrskorridors IV das rumänische Autobahnnetz nahtlos mit der ungarischen Autobahn, deren Bau sich in fortschrittlichem Stadium befindet, verbinden. Bekanntlich hatte CNADR den Bauauftrag für die Trasse I anfänglich dem Konsortium Romstrade-Monteadriano erteilt, den für Trasse II der österreichischen Gesellschaft Alpine Bau. Der erste Vertrag wurde 2012 wegen Nichteinhaltung des Vertrags und der Baufristen , der zweite 2013 wegen dem von Alpine Bau angekündigten Konkursverfahren gekündigt. Nun wird der Bau beider  Autobahntrassen, die Trasse 1 von Kilometer 1 bis Kilometer 22, Trasse 2 von Kilometer 22 bis 39, von der italienisch- deutschen Firmengruppe Astaldi SpA- Max Boegl Rumänien durchgeführt.

In fortgeschrittenem Stadium, gar bei 85 Prozent, befinden sich derzeit die Bauarbeiten auf der Autobahnstrecke 2 auf einer Gesamtlänge von 16,6 Kilometern. Man hegt also nun berechtigte Hoffnungen, dass diese Trasse in der ersten Hälfte des kommenden Jahres fertiggestellt werden kann. Desgleichen sind gute Chancen, dass der Bauausführer Astaldi-Max Boegl auch den Bau der Trasse 1 (22,2 Kilometer), dessen Baustadium jetzt bei 18,2 Prozent steht, auch Anfang des nächsten Jahres abschließen kann. Laut Projektleiter Adrian Adler hätte man die Versteigerung gewonnen, da man erstens den kleinsten Baupreis bieten konnte. Das Bauteam dieser Firmengruppe kann die Erfahrung vom Bau der Trasse I nutzen, desgleichen würde es zu keinerlei Verzögerungen kommen, da man von fachkundigen Bauleuten bis zur erforderlichen Technik alles schon an Ort und Stelle hätte.

Der Bau der rumänischen Autobahnen hat heuer leider herbe Rückschläge und Aufschübe erlitten: Laut Daten vom Nationalen Statistikamt wurden in den ersten fünf Monaten des Jahres die staatlichen Investitionen in diesem Sektor um 27,7 Prozent gekürzt. Zurzeit läuft effektiv die Bautätigkeit nur an einigen Baustellen bzw. auf der Autobahn Nadlak-Arad (39 Kilometer), auf der Autobahn Orastie- Hermannstadt (22 Kilometer) sowie auf der Trasse Bukarest-Ploiesti (6,5 Kilometer). Die restlichen Trassen befinden sich entweder im Projektstadium oder noch vor der nötigen Baugemehmigung: So die Trassen Temeswar –Lugosch 2, Lugosch-Deva 2,3 und 4 sowie Sebes-Turda 3, 4.

 

Kommentare zu diesem Artikel

Ottmar, 16.10 2014, 01:51
Ich wette wieder einmal 10000 EURO gegen jeden hier dass der Fertigstellungstermin ein Märchen ist. Ich war mit meiner Enduro vor 4 Wochen dort unterwegs. Als deutscher Ingenieur kann ich niemals bestätigen dass diese Arbeit so weit fortgeschritten ist

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