Keine Kleinwasserkraftwerke in Naturschutzgebieten

WWF und Ministerium streben bessere Regelung an

Donnerstag, 23. Januar 2014

Bukarest (ADZ) - Wasserkraftwerke mit einer Leistung unter zehn Megawatt sollen künftig nicht mehr in geschützten Gebieten gebaut werden können. Am Dienstag hat die beigeordnete Ministerin für Gewässer und Wälder, Lucia Varga, mit dem World Wide Fund for Nature (WWF) ein Protokoll unterzeichnet, entsprechend dem ab dem 31. Januar 2014 keine neuen Genehmigungen für den Bau von Kleinwasserkraftwerken erteilt werden, sofern diese in geschützten Gebieten errichtet werden sollen. Spätestens bis zum 31. Mai dieses Jahres sollen Ministerin Varga zufolge die Ausschlussgebiete abgegrenzt werden.

Derzeit haben 316 Kleinwasserkraftwerke Genehmigungen zur Bewirtschaftung von Gewässern, sind also in Betrieb, 156 Projekte haben provisorische Bescheide, die bei Investitionsbeginn erstellt werden, und 291 Befugnisse sind vorgesehen. Der WWF und andere NGO weisen darauf hin, dass in den vergangenen Jahren mehrere Naturschutzgebiete vom Bau von Kleinwasserkraftwerken stark betroffen und Flussbetten zum Teil fast vollständig durch diese ausgetrocknet wurden. Zudem wurde beim Bau oft gegen europäisches Recht verstoßen. Der nationale Gesetzesrahmen sei aber nicht eindeutig und es gebe keinen landesweiten Plan der aufzeige, wo Kleinwasserkraftwerke errichtet werden können und wo nicht. Bis Ende Februar 2015 sollten ein Rahmen sowie ein die Schutzgebiete berücksichtigender Planungsmechanismus stehen.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 24.01 2014, 02:06
@Alexander : Sie bringen die Jahrzehnte alte Problemlage auf den Punkt.
Alexander, 23.01 2014, 15:42
Das alte und allgegenwärtige Problem: "Der nationale Gesetzesrahmen sei aber nicht eindeutig und es gebe keinen landesweiten Plan" ... dies gilt ja so ziemlich für alle Bereiche ... in Kombination mit der stets präsenten Korruption hat man einen destruktiven Mix ...

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