Keine Nachfrage für Kronstädter Abschleppdienst

Bisherige Vertragsbedingungen wurden als zu hart empfunden

Sonntag, 20. Januar 2019

Um einen freien Parkplatz zu finden, braucht man in Kronstadt auch viel Glück. Foto: Ralf Sudrigian

Kronstadt - Das Bürgermeisteramt Kronstadt/Braöov versucht zum vierten Mal, über eine öffentliche Ausschreibung ein Unternehmen zu finden, das den Abschleppdienst verkehrswidrig geparkter Wagen übernimmt. Die ersten drei Versuche scheiterten, weil manche Vertragsbedingungen den an der Ausschreibung beteiligten Firmen zu streng erschienen. Nun soll der Vertrag, der für fünf Jahre gültig ist, den Firmen mehr entgegenkommen, versicherte der Pressesprecher des Bürgermeisteramtes, Sorin Toarcea.

Es geht dabei um die Abgabe an das Bürgermeisteramt, die 10 Prozent der Einnahmen bedeutet, aber nicht unter 22.500 Lei pro Jahr liegen sollte. Wenn wenige Wagen abzuschleppen seien, dann wäre die Gewinnspanne des Abschleppunternehmens sehr gering, hieß es. Das Abschleppunternehmen hätte, laut bisherigen Vertragsbedingungen, auch den Platz ankaufen/mieten, umzäunen und bewachen müssen, auf dem die abgeschleppten Wagen sichergestellt werden. Außerdem sollte auch eine rund um die Uhr besetzte Stelle eingerichtet werden, wo die Pkw-Besitzer gegen eine Strafgebühr ihren Wagen „freikaufen“ können. All diese Bedingungen sollen in der neuen Vertragsform aufgelockert werden. So z. B. könnte das Bürgermeisteramt das Grundstück für die Abstellung der abgeschleppten Wagen zur Verfügung stellen. Außerdem wird auch überlegt, ob das Abschleppen durch den Abschleppdienst tatsächlich nur in Gegenwart eines Verkehrspolizisten möglich sein soll, wie das bisher vorgesehen war.

In Kronstadt, vor allem im Bereich der Inneren Stadt mit ihren engen Gassen, herrscht ein chronischer Mangel an Parkplätzen, sodass Pkw auch auf Gehsteigen oder direkt am Straßenrand abgestellt werden. Viele Parkplätze sind den Anwohnern vorbehalten, die sie mit Sperrvorrichtungen blockieren, obwohl das Bürgermeisteramt solche Initiativen nicht gutheißt. Die ins Gespräch gebrachten Tiefgaragen oder Parkhäuser sollen in Zukunft, zumindest teilweise, die Kronstädter Parkplatz-Krise entschärfen.

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