Keine Unterstützung für Ex-Stahlwerker

Ferdinandsberger Hüttenwerker kriegen keine EU-Kompensationen

Montag, 09. Februar 2015

Ferdinandsberg – Die PNL-Abgeordnete Valeria Schelean, zuständig für den Wahlkreis Bokschan/Bocşa-Ferdinandsberg/Oţelu Roşu, berief beim Sitz der PNL in Reschitza/Reşiţa eine Pressekonferenz ein. Sie gab die Antworten der Ponta-Regierung auf die Fragen und Interpellationen bezüglich der Möglichkeiten der Ausdehnung von EU-Hilfen aus dem Europäischen Fonds zur Adjustierungen der Globalisierung (FEG) bekannt, die  der Regierung Victor V. Ponta für die Arbeitslosen einiger Werke des russischen Konzerns Mechel gestellt wurden,  der sich geschäftlich aus Rumänien zurückgezogenen hatte. Die PSD-geführte Regierung beschied die Abgeordnete negativ, den 470 Arbeitslosen des eingemotteten Werks im Bistra-Tal wurde damit jede Hoffnung auf ein möglichst ehrenhaftes Überbrücken ihrer Langzeitarbeitslosigkeit genommen. Grundsätzlich antwortet die Ponta-Regierung, dass da etwas getan hätte werden können, dass es aber jetzt dazu zu spät sei. Außerdem wird noch angehängt, dass es vage Hoffnungen gäbe, dass die eine oder andere staatliche Institution noch etwas unternehmen könnte, was die Abgeordnete auf ihrer Pressekonferenz mit einem „Hin- und Herschieben der Verantwortlichkeiten“ charakterisierte.

„Ich habe Antworten erhalten auf meine Fragen und Interpellationen, die ich an die Regierung gerichtet habe“, sagte Valeria Schelean, „sie können im Wortlaut nachgelesen werden, denn ich habe sie auf meine Seite im Internetauftritt der Abgeordnetenkammer gesetzt. Was man aus diesen Antworten ersehen kann, ist ein Weiterreichen der Verantwortlichkeiten von einer Institution zur nächsten. Keiner der Minister übernimmt auch nur irgendeine Verantwortung dafür, dass die entsprechenden Gesuche an die EU von seinem Ministerium nicht auch für die Arbeitnehmer aus Ferdinandsberg eingereicht wurden. Anfangs hieß es, dass sie nicht die Auswahlkriterien erfüllt hätten, weil sie bloß 470, nicht 500 sind, wieviel es mindestens hätten sein müssen. Als ich ihnen nachwies, dass es auch für 470 möglich gewesen wäre, schwenkten sie um und sagten, jetzt hätten wir den Termin verpasst. Zuguterletzt wurde mir endlich klar: die haben überhaupt kein Interesse, auf die eine oder andere Art den Entlassenen aus dem Bistra-Tal zu helfen“, schloss die PNL-Abgeordnete.

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