Keine Zäune mehr am Großen Ring

Bei Events auf öffentlichen Plätzen kein Eintrittsgeld mehr zu bezahlen

Samstag, 19. Oktober 2013

Hermannstadt - Er werde künftig auf öffentlichen Plätzen bei Veranstaltungen, welche Förderung aus dem Budget der Stadt erhalten, keine Einzäunungen mehr dulden, die die Hermannstädter in zwei Kategorien teilen: Jene, die Eintritt bezahlen (können) bzw. auf Stühlen an Tischen sitzen und die anderen, die über den Zaun blicken müssen. Angewendet werden soll künftig das Prinzip der Gleichberechtigung, denn schließlich sind alle gleichermaßen Steuerzahler, erklärte Bürgermeister Klaus Johannis auf der Donnerstagspressekonferenz.

Dass man keine Eintrittskarten mehr für Veranstaltungen am Großen und Kleinen Ring verkaufen darf, ist im Finanzierungsleitfaden der Kulturevents für 2014 eingetragen worden. Eventveranstalter, die auf den Kartenverkauf nicht verzichten wollen, sollen ihre Veranstaltungen künftig an Orten austragen, die eingegrenzt sind, wie Säle oder das Stadion. Wichtig seien ihm nicht die Einnahmen der Veranstalter, sondern dass es nicht angehe, bei Vorstellungen zwei Kategorien Personen zu haben: Diese, die drinnen sind, und jene, die draußen, vorm Zaun stehen. Die Ereignisse werden gefördert um Hermannstadt attraktiv zu machen, aber die bei einigen Events aufgestellten Zäune machen die Stadt völlig unattraktiv, sagte Johannis. Natürlich könne es vorkommen, dass zum Sinfoniekonzert am Großen Ring auch Kürbiskerne knabbernde Zuhörer kommen, aber sie haben dieselbe Rechte im öffentlichen Raum als Steuerzahler wie jene, die das nicht tun und einen Schlips umlegen. 

Nach Ansicht des Hermannstädter Bürgermeisters haben sich die Eventanbieter in letzter Zeit nicht mehr genügend um Sponsoren bemüht und sich daran gewöhnt, dass das Rathaus sämtliche Kosten trägt. Künftig werde jedoch eine striktere Kontrolle ausgeübt um festzustellen, ob die finanzielle Beteiligung aus anderen Quellen tatsächlich gesichert worden ist, wie im Antrag angegeben war. Sollte das nicht der Fall sein, wird auf das Event verzichtet. Falls dadurch das Veranstaltungsprogramm in der Sommerzeit auf den öffentlichen Plätzen dünner werde, könne das Rathaus selbst Events am Wochenende am Großen Ring organisieren, so der Bürgermeister.

Kommentare zu diesem Artikel

Thomas, 19.10 2013, 10:07
Eine sehr gute Entscheidung!

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