Kirche bekommt Wälder zurück

Staat weiterhin als Forstverwalter eingesetzt

Mittwoch, 03. Oktober 2012

Bokschan - Andrei Andreicuţ, der Erzbischof von Vad, Feleac und Klausenburg sowie Metropolit von Klausenburg, weilte dieser Tage in der Karasch-Severiner Gemeinde Vermeş (zwischen Bokschan/Bocşa und Busiasch/Buziaş gelegen). Hier unterzeichnete er das Übernahmeprotokoll für 300 Hektar Wald, die der rumänisch-orthodoxen Kirche per Gerichtsurteil 588/R/2011 vom Kreisgericht Karasch-Severin rückerstattet wurden.

Bei den 300 Hektar Wald und den bewaldeten Grundstücken handelt es sich um die größte Fläche im Banater Bergland, die bisher der orthodoxen Kirche, überhaupt einer religiösen Institution, rückerstattet wurde. In deren Besitz kam die orthodoxe Kirche durch eine Schenkung von König Carol II. aus dem Jahre 1938, der die betreffenden Wälder mittels eines königlichen Dekrets dem Kloster Elisabeta schenkte, das zum Erzbistum von Klausenburg gehört. Nach 1947 konfiszierte das kommunistische Regime diese Wälder und verwaltete sie über die staatliche Forstverwaltung Romsilva. Auch nach der Rückerstattung sind die Wälder von der Metropolie Klausenburg in der Verwaltung des Forstamtsbezirks Bokschan, also indirekt Romsilva, belassen worden.

Der Unterzeichnung des Übernahmeprotokolls wohnten Präfekt Silviu Hurduzeu, der Leiter der Forstdirektion Karasch-Severin, Ştefan Stănescu, sowie der Sekretär der Gemeinde Vermeş, Fănică Râmpu bei.
Neben dem Staat ist der umstrittene und vom Königshaus nicht anerkannte Prinz Paul de România der zweitgrößte Forstbesitzer im Banater Bergland. Ihm gehören, ebenfalls infolge von Rückerstattungen, in der Gemarkung derselben Gemeinde Vermeş, 704 Hektar Wald, die gleichfalls von Romsilva über die Forstdirektion Karasch-Severin und den Forstamtsbezirk Bokschan verwaltet werden. Sowohl das Erzbistum/die Metropolie Klausenburg als auch Paul de România bekommen einen Teil des Reingewinns aus Holzhandel, Jagdrechten, dem Verkauf von Waldfrüchten „und anderen spezifischen Aktivitäten“, aus denen, laut Verwaltungsvertrag, auch die Kosten der Waldbewirtschaftung abgedeckt werden sollen.

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