Kirwa mal anders

Mehrere Hundert Teilnehmer machten in Wolfsberg mit

Dienstag, 14. Oktober 2014

Das Aufstellen des Kirwabaums, der in Wolfsberg besonders hoch sein muss, ist immer eine spannende Angelegenheit, wo die Feuerwehrutensilien zum Einsatz kommen.

Eine Gruppe Neu- und Alt-Wolfsbergerinnen in ihrer malerischen Festtracht
Fotos: die Verfasserin

Reschitza - Am vergangenen Samstag wurde in Wolfsberg etwas anders als bisher das Kirchweihfest gefeiert. Auf Initiative von Camelia und Lucian Duca, sie selber „Neu-Wolfsberger“, und mit Unterstützung vieler heutiger, ständiger oder gelegentlicher Bewohner der von den Deutschböhmen gebauten und mehrheitlich inzwischen verlassenen/verkauften/vermieteten Häuser, wurde der Versuch unternommen, das Weihefest der Kirche würdig zu begehen. Schätzungeweise 250-300 Teilnehmer aus dem In- und Ausland machten mit. Sie kamen aus Rumänien, Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Das vorher angekündigte Programm – die ADZ berichtete – ist in diesem Jahr peinlichst genau und pünktlich eingehalten worden. Die Kirwa-Messe zelebrierte Pfarrer Virgil Fechetă aus Slatina Timiş, in der Ko-Zelebration von Kaplan János Varga (Reschitza) und von Pfarrer Helmuth Kraus aus München. Nicht teilgenommen haben leider an ihrem eigenen Kirwafest die Wolfsberger Musikanten. Grußworte an die Teilnehmer richtete Gemeindebürgermeister Bordea, Carol König als Vertreter des Bukarester Kulturministeriums, Corina Bocor, Kultureferentin des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien und, im Namen der Veranstalter vor Ort, Camelia Duca.

Der Versuch kann als gewagt, aber in vieler Hinsicht auch als gelungen bezeichnet werden, weil zumindest ein eindeutiges Zeichen gesetzt wurde: es geht auch so! Gefehlt hat eigentlich, bis auf die Kirwajugend, nichts, denn überall sprangen Verheiratete und Musiker-Ensembles von auswärts ein und bewiesen, dass auch sie es (noch) können. Musik gab es sogar in Hülle und Fülle an diesem wunderschönen Oktobertag, an dem auch das Unterhaltungsmusikorchester des Deutschen Staatstheaters Temeswar mit seinem Solisten Harold Schmeltz und Dana Borteanu angereist war.

Die Tatsache, dass dankenswerterweise und trotz ihrer Anwesenheitsverpflichtungen bei der 10. Auflage des Herbstfestes des Jugendforums Bokschan die Reschitzaer „Enzian“-Tanzgruppen mitgemacht haben, erinnerte an die Kirwafeste jener Jahre, als „Banat-JA“ versuchte, aus der Wolfsberger Kirwa ein Gesamtbanater Jugendfest zu machen.
 Yvonne-Christa Demenyi

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