Klappenchirurgie im 21. Jahrhundert

Über Behandlungsmethoden von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Freitag, 20. Mai 2016

Hermannstadt – In Zusammenarbeit mit der Lucian-Blaga-Universität veranstaltete das Europäische Krankenhaus Polisano am vergangenen Wochenende das medizinische Symposium „Die Klappenchirurgie im 21. Jahrhundert – Katheter- oder minimal-invasive Verfahren?“ Dabei diskutierten international anerkannte Spezialisten aus Rumänien und dem Ausland die neuesten Techniken zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Vorgestellt wurde eine der innovativsten Techniken zur Behandlung von Vorhofflimmern, also der vorübergehenden oder dauerhaften Herzrhythmusstörung mit ungeordneter Tätigkeit der Herzvorhöfe, die Kryoablation. Bei der Kryoablation wird das für die Herzrhythmusstörung verantwortliche Herzmuskelgewebe gezielt unterkühlt und vernarbt schließlich. Es entsteht eine Verletzung, welche elektrische Reize nicht mehr leiten kann. Die Herzrhythmusstörung beziehungsweise deren Ausbreitung kann somit verhindert werden. Ein Ärzteteam unter der Leitung von Dr. Raluca Prisecaru hat via Live-Übertragung den Konferenzteilnehmern drei Ablationen, also Entfernungen von Körpergeweben, durch die Kryotechnik sowie durch Hochfrequenzablation demonstriert.

Ein zweiter Teil des Symposiums widmete sich der minimal-invasiven Klappenchirurgie. Minimal-invasive Verfahren werden auch als „sanftes Operieren“ bezeichnet und bieten bei der Operation an den Herzklappen eine schonende Alternative. Anstatt das Brustbein vollständig zu durchtrennen, erfolgt der Eingriff über ein Endoskop. Ein kleiner Schnitt zwischen den Rippen ermöglicht den Zugang zum Herzen. Präsentiert wurden mehrere wissenschaftliche Arbeiten. Gleichzeitig führte ein Team unter der Leitung von Dr. Victor Costache einen minimal-invasiven, prothetischen Eingriff durch. Zu den Vortragenden während des Symposiums gehörten unter anderem Prof. Dr. Borut Gersak, der Leiter der Herzchirurgie am Universitätsklinikum in Laibach/Ljubljana, welches zu den besten der Welt zählt, sowie Prof. Dr. Eric Arnaud Crozat, einer der erfahrensten Chirurgen Frankreichs und Prof. Pascal Defaye, Kardiologe und Leiter der Abteilung für Elektrophysiologische Stimulation an der Universität Grenoble.
 

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