Klausenburger Haushalt steigt um 16 Prozent

Drängendstes Problem ist die Verkehrsinfrastruktur

Samstag, 25. März 2017

Klausenburg – Am Montag hat der Stadtrat von Klausenburg/Cluj-Napoca den Haushalt für das Jahr 2017 beschlossen. Dieser beläuft sich auf 1,35 Milliarden Lei und liegt damit um rund 16 Prozent höher als im vergangenen Jahr. Zu den Prioritäten zählen die Instandhaltung von öffentlichen Gebäuden und die Infrastruktur, Investitionen zur Schaffung von Arbeitsplätzen, die Unterstützung des Munizipiums als nationales und internationales Zentrum für Innovationen, Wissenschaft und Informationstechnik sowie auch der Einsatz gegen Verkehrsverstopfungen. Das Bürgermeisteramt beabsichtigt die Verabschiedung eines Mehrjahresplans zur Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur, welcher den Ausbau der Straßen sowie mit der Inbetriebnahme von acht Oberleitungsbussen die Schaffung einer speziellen Fahrspur für den öffentlichen Nahverkehr umfasst. Darüber hinaus sollen weitere 50 Busse, zehn Elektrobusse und sechs Straßenbahnen angekauft werden. Mit der Bevölkerungsbewegung von Klausenburg in Richtung Sächsisch Fenesch/Floreşti, in den letzten Jahren, wird die Verkehrsproblematik der Stadt immer dringender.

Täglich fahren von Sächsisch Fenesch nach Klausenburg 58.660 Fahrzeuge, mehr als an der verkehrsreichsten Bukarester Stadteinfahrt, wo es 54.135 Fahrzeuge sind“, sagte Bürgermeister Emil Boc (PNL) bei der Vorstellung einer Verkehrsstudie im vergangenen Frühjahr. Täglich erreichen und verlassen die Stadt knapp 165.000 Fahrzeuge. In diesem Jahr will die Stadt ein unterirdisches Parkhaus fertigstellen und mit dem Bau von mindestens drei neuen Parkhäusern beginnen. Ein weiteres wichtiges Projekt der Stadt ist die thermische Sanierung von mindestens 30 Wohnblöcken aus europäischen Fördermitteln. Außerdem plant die Stadt, ein öffentliches, häusliches Pflegesystem für ältere und kranke Menschen zu entwickeln, sowie den Bau neuer Kindergärten. Für die Basketball-Europameisterschaft im September wird die Polivalenta-Mehrzwecksporthalle auf 9.300 Sitzplätze ausgebaut. Weitere Projekte sind die Digitalisierung der Buchhaltung sowie der Bau einer Kunsteisfläche im Zentralpark.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*