Kleinkraftwerke: kategorisch NEIN!

Bewohner der Gemeinde Prigor entschieden gegen KKW-Bau

Mittwoch, 17. Februar 2016

Bozovici/Reschitza – Die Debatte über den Bau von zwei Kleinwasserkraftwerken an der Nera, flussauf der Gemeinde Prigor im Almăj-Tal, ging Dienstag am späten Abend mit einem entschiedenen Nein der Gemeindebewohner zu Ende. Sie eigneten sich nicht nur die zahlreichen Argumente der Umweltschutzverbände an, die grundsätzlich gegen einen Bau von Kleinwasserkraftwerken argumentierten, „mit denen ‘grüne Energie’ auf Kosten einer intakten Umwelt produziert wird“, sie kamen auch mit dem Argument, dass diejenige Gemeinde des Banater Berglands, Prigor, der ein Großteil der Wälder und Naturschutzgebiete an den Südosthängen des Semenikgebirges gehören, durch solche Bauvorhaben ihre Anziehungskraft für immer verlieren würde.

Marius Vodiţă, der Interims-Leiter der Agentur für Umweltschutz (APM) Karasch-Severin, erklärte nach der einstimmigen Ablehnung des Bauvorhabens durch die Gemeindebewohner und die Umweltschutzverbände: „Meiner persönlichen Meinung nach sollte man nach einem solchen Resultat den Versuch einstellen, in unmittelbarer Nähe zweier Naturschutzgebiete und in einer Entfernung von deren Grenzen, die die Gesetze ignoriert - denn in keiner Richtung werden die vorgeschriebenen 20 km Schutzraum respektiert – die Bauabsicht aufgeben. Trotzdem: wenn die Initiatoren es fordern, sind wir von APM verpflichtet, auch noch die Meinung der Gewässerverwaltung Apele Române einzufordern, die aber, nach einem solchen Ergebnis, nichts mehr kippen kann. Klüger wäre es jetzt, das Genehmigungsprozedere zu stoppen, weil die Entscheidung von Prigor alles weitere obsolet macht. Was folgt, kostet nur noch unnötiges Geld.“ Marius Vodiţă ließ durchblicken, dass ihm gegenüber die Firma aus Karansebesch, die sich an den Bau der beiden Kleinwasserkraftwerke machen wollte, sich vom Votum der Gemeindebewohner ziemlich kalt überrascht zeigte und vor der Aufgabe des Vorhabens stehe – sie hatte Arbeitsplätze auf den Baustellen versprochen und damit Gewogenheit erzielen wollen – jedoch ohne eine Rücksprache mit ihrem italienischen Finanzier zu keiner endgültigen Entscheidung bereit sein könne.

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