Knappes Rennen bei Präsidentschaftswahl

Sonntag, 16. November 2014

Bukarest (ADZ) - Die ersten Prognosen nach Schließung der Wahllokale um 21 Uhr zeigen, dass das Ergebnis im Präsidentschaftsrennen sehr knapp ausfallen wird.   Laut Wählerbefragung des Meinungsforschungsinstitut IRES (für den Nachrichtensender Digi 24) stimmten 51,6 Prozent der Wähler für Klaus Johannis, 48,4 Prozent gaben ihre Stimme für Victor Ponta ab.

Laut Meinungsforschungsinstitut Sociopol (für Antena 3) liegt Victor Ponta im Präsidentschaftsrennen vorne mit 50, 5 Prozent, Johannis liegt bei 49,5 Prozent.

Auch zwei weitere Wählerbefragungen widerspiegeln ein knappes Rennen: Laut Befragung von CURS-Avangarde (für TVR) liegt Klaus Johannis vorne mit 52,16 Prozent der Stimmen,  Victor Ponta  erreicht 47,84 Prozent. Das Meinungsforschungsinstitut CSCI (für RTV) zeigt Klaus Johannis mit 51 Prozent in Führung, Victor Ponta erreicht 49 Prozent.

Bei der Stichwahl am Sonntag war die Wahlbeteiligung deutlich größer als bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl am 2. November.  So waren  laut Angaben des Zentralen Wahlbüros bis um 21 Uhr 62,01 Prozent  der Wahlberechtigten zu den Urnen gegangen. Vor zwei Wochen lag die Wahlbeteiligung bei 52,31 Prozent, Bei der Stichwahl 2009 hatten 56,99 Prozent der Wahlberechtigten gestimmt. Eine besonders rege Wahlbeteiligung zeichnete sich in den Kreisen Ilfov (über 79 Prozent), Olt (über 67 Prozent), Alba, Klausenburg, Giurgiu, Prahova, Hermannstadt (über 66 Prozent), sowie Dâmboviţa, Teleorman (über 65 Prozent). . In Bukarest haben 65,53 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

Großer Andrang gab es wie bereits bei dem ersten Wahlgang bei den Wahllokalen im Ausland. In Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich und in der  Republik Moldau stellten sich tausende Rumänen noch vor Tagesanbruch in die Warteschlangen. Auch in den späten Abendstunden bildeten Tausende von im Ausland lebende Rumänen lange Schlangen vor den Wahllokalen, um ihre Stimme abgeben zu können.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 17.11 2014, 03:28
@Carlo-Von mir aus hätte auch ein Moslem,ein Ungar,ein Zigeuner Präsident werden können,nur Ponta nicht!Die personifizierte Unehrlichkeit braucht das Land wie ein Erdbeben.Jetzt wird es spannend,wie seine Parteikollegen damit umgehen.
Karl, 17.11 2014, 01:02
Herzlichen Glückwunsch Herrn Johannis und allen Bürgern Rumäniens! 25 Jahre nach der Revolution hat dieses naturräumlich wunderschöne Land endlich einen Präsidenten, mit dem es auch die verbliebenen gesellschaftlichen Missstände überwinden kann!
Carlo, 16.11 2014, 23:31
@Manfred, Herzschlagfinale! Hoffen Ehrlichkeit siegt! Ponta, reiner Rumäne? Falsch!
Lt. Wikipeda. Herkunft: italo-albaner!
Manfred, 16.11 2014, 22:37
Da bei den Nachwahlbefragungen nur die innländischen Wählerstimmen registriert wurden,sieht es wirklich nicht schlecht aus.Am Ende siegt doch die Ehrlichkeit.
Hanns, 16.11 2014, 22:06
Gott sei Dank ist es anders gekommen als zu befürchten war. Den Rumänen ist für diese Entscheidung wirklich zu gratulieren!

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