Koalition durch ungarischen Studiengang belastet

Regierungsbeschluss soll zehn Tage lang erörtert werden

Mittwoch, 14. März 2012

In Neumarkt/Tg. Mureş haben zu Wochenbeginn 300 Medizinstudenten gegen die Einrichtung einer Fakultät in ungarischer Sprache demonstriert. Die Politiker würden sich in die Universitätsautonomie einmischen, sie seien gegen die ethnische Trennung im Unterricht, verkündeten die Studenten.
Foto: Agerpres

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Die Einrichtung eines Studiengangs in ungarischer (und englischer) Sprache an der Medizinhochschule (UMF) in Neumarkt/Tg. Mureş hat zu Wochenbeginn hohe Wellen in der Politik geschlagen. Genügend Aufregung war Montag im Parlament, nachdem die UDMR-Parlamentarier vom Vorsitzenden des Verbands Befehl erhalten hatten, sich nicht an den Sitzungen zu beteiligen, bis die Sache mit dem ungarischen Studiengang nicht durch Regierungsbeschluss geklärt ist. Nachdem der USL ohnedies das Parlament boykottiert, konnte der Senat wegen mangelndem Quorum keine Sitzung abhalten. In der Abgeordnetenkammer mussten die Gesetze verschoben werden, die eine Endabstimmung erfordert hätten. Dabei wollte der UDMR bloß beweisen , dass die PDL ohne den Verband nicht regieren kann.

Montagabend haben sich Premier Mihai Răzvan Ungureanu, UDMR-Vorsitzender Kelemen Hunor und Vizepremier Béla Markó auf einen Text geeinigt, der die Einrichtung eines Studiengangs in ungarischer und englischer Sprache an der Hochschule in Neumarkt möglich macht. Dieser Regierungsbeschluss wurde gestern von der Regierung in erster Lesung gebilligt, er soll zehn Tage lang öffentlich erörtert werden. Dem wird von der Opposition entgegengehalten, dass jeder Bürger Rumäniens das Recht auf ärztliche Betreuung in rumänischer Sprache habe und dass die Ausbildung in einer anderen Sprache also sinnlos sei.

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