Kommunalbehörden finanzieren Glaubensgemeinschaften

Kein Geld von der Stadt Temeswar für Erlösungskathedrale

Dienstag, 05. Juni 2018

Temeswar (ADZ) – Knapp drei Millionen Lei wollen der Temescher Kreisrat und die Temeswarer Stadtverwaltung demnächst den anerkannten Glaubensgemeinschaften zur Verfügung stellen. Wie aus den Pressemitteilungen der beiden Kommunalbehörden hervorgeht, kommt das meiste Geld der Rumänisch-Orthodoxen Kirche zu Gute. So finanziert der Kreisrat mit 100.000 Lei die Bauarbeiten an der Erlösungskathedrale in Bukarest, 1,55 Millionen Lei überweist er den orthodoxen Kirchen im Kreis Temesch. Die Stadt Temeswar beteiligt sich heuer an der Finanzierung der neuen Bukarester Kathedrale nicht, 480.000 Lei aus dem städtischen Haushalt fließen jedoch in die Konten der Temeswarer orthodoxen Kirchen.

Die römisch-katholische Kirche wird von der Stadt in diesem Jahr finanziell nicht unterstützt, der Kreisrat will aber 120.000 Lei der Temeswarer Diözese überweisen. Die Stadt finanziert dagegen mit jeweils 70.000 Lei die serbisch-orthodoxe, die ukrainisch-orthodoxe und die griechisch-katholische Kirche. Aus den Töpfen der Kreisverwaltung bekommen die orthodoxe Kirche der Serben 25.000 Lei und die ukrainisch-orthodoxe Gemeinschaft 20.000 Lei.

Den Unierten stellt der Kreisrat 25.000 Lei zur Verfügung, 30.000 Lei bekommen die Reformierten und 15.000 Lei die Lutheraner. Neoprotestantische Kirchen bekommen vom Temescher Kreisrat insgesamt 215.000 Lei, die Hälfte bekommt die Pfingstbewegung (110.000 Lei), 85.000 Lei werden an die Baptisten überwiesen und 20.000 Lei an die Adventisten. Während der Temeswarer Stadtrat bereits über die Verteilung der Gelder an die Kirchen abgestimmt hat, steht das Votum der Kreisratsmitglieder noch bevor. In der zweiten Jahreshälfte sollten die Glaubensgemeinschaften die ihnen zugewiesenen Mittel auch bekommen.

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