Kommunalwahlen: Arader Gerangel um Kandidaten

Bürgermeister Falcă lässt Unstimmigkeiten erkennen

Mittwoch, 20. Januar 2016

So ganz reibungslos läuft es nun doch nicht bei den Liberalen in Arad, auch wenn die Parteispitzen aus dem westrumänischen Verwaltungskreis das so der Öffentlichkeit verkaufen wollen. Vor allem die Vorbereitung der Wahlen habe bereits für Kontroversen gesorgt, so nicht nur die Gerüchte, sondern auch klare Indizien aus Arad. Während der amtierende Bürgermeister Gheorghe Falcă seit langem als Kandidat für weitere vier Jahre an der Spitze des Rathauses feststeht, gilt nun - nach gehörigem Tauziehen - der derzeitige Abgeordnete Iustin Cionca als Spitzenkandidat für den Kreisrat.

Am vergangenen Mittwoch hatte die Exekutive der Partei zunächst drei Kandidaten, unter denen sie sich für einen entscheiden musste. Der Abgeordnete  Cionca, der kommissarische Leiter des Kreisrates, Adrian Ţolea und der Pastor Samuel Adrian Caba. Letzterer hatte sich kurz vor der Abstimmung aus dem Rennen verabschiedet, sodass die 32 Mitglieder der Exekutive unter Cionca und Ţolea den PNL-Mann für die Kreisratsspitze entscheiden mussten. 17:15 zugunsten von Cionca endete die interne Wahl, Am Freitag, dem 22. Januar werden die etwa 200 Vorstandsmitglieder der Kreispartei ihr endgültiges Votum abgeben.

In internen Kreisen hatte es geheißen, zwischen den beiden Co-Präsidenten der Arader PNL, Gheorghe Falcă und Ioan Cristina, habe es zuletzt Unstimmigkeiten gegeben. So soll Falcă gedroht haben, nicht für den Wahlkampf für das Bürgermeisteramt zu Verfügung zu stehen, wenn sein Wunschkandidat Cionca nicht den ersten Platz in der Rangliste für den Kreisrat belegen werde. Auch soll Falcă durchblicken haben lassen, dass er den Senator Ioan Cristina bei den Parlamentswahlen nicht mehr für ein neues Mandat unterstützen wolle. Beide Aspekte wurden zwar in der Arader PNL dementiert; etwas ganz anderes scheint jedoch der Hinweis von Falcă zu deuten, wenn er sagt, künftig nicht mehr so diskret wie bisher mit den Unstimmigkeiten in der Partei umgehen zu wollen.

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