Konferenz zu Netzsicherheit

Herausforderungen und Lösungen in öffentlich-privater Kooperation diskutieren

Samstag, 21. September 2013

Dr. Lorant Chrzanowksi und Daniela Chrzanovski, die Leiter des IT-Service und Trainingszentrums und Veranstalter der Konferenz.
Foto: Andrey Kolobov

Hermannstadt - Rumänien belegt weltweit Platz 2 in der Kategorie Gefährlichkeit der von Hackern lancierte Attacken (nach China), Rang 6 was die Zahl der IT-Fachleute pro Einwohner und Platz 7 was jene der Hacker angeht. Bis vor zwei Jahren haben sie im Ausland abgesahnt, nun sind sie auch in heimatlichen Gefilden aktiv geworden. Als Eldorado für Cyber-Verbrecher bezeichnete Dr. Lorant Chrzanovski, Archäologe und Direktor der Swiss WebAcademy in Hermannstadt/Sibiu (einem IT-Service- und Trainingszentrum) Rumänien am Donnerstag auf einer Pressekonferenz.

Angekündet wurde dabei die Konferenz zum Thema „Die Netzsicherheit in Rumänien. Herausforderungen und Lösungen für die IT-Sicherheit“, die am 25. und 26. September in einem der größten Hotels der Stadt stattfindet. Schirmherr ist der Schweizer Botschafter Jean-Hubert Lebet, Hermannstadt wurde zum Austragungsort gewählt, weil die Behörden Offenheit bewiesen haben und alle Chancen gegeben sind, dass die Stadt sich zu einem europäischen Konferenzzentrum mausert, so Dr. Chrzanovski.

Zur Konferenz anreisen werden neben den Sicherheitsberatern des rumänischen Präsidenten und des Premierministers – Iulian Fota bzw. Sorin Encu]escu – IT-Experten der Sicherheitsbehörden, von Ministerien und dem Parlament aber auch aus dem Universitäts- oder Bankenbereich. Zu den Referenten werden Marco Obiso, der Koordinator für Netzsicherheit der in Genf ansässigen International Telecommunications Union der ONU, Mauro Vignati, Fachmann für Internetkriminalität des Schweizer Nachrichtendienstes des Bundes, Isabelle Augsburger-Bucheli, die Dekanin des Institutes für das Verfolgen der Wirtschaftskriminalität in Neuchatel, oder Latif Ladid, der Vorsitzende der EU-Kommission für das Einführen der IPv6-Standards gehören. Die Konferenz versteht sich als Plattform eines Dialogs zwischen internationalen und nationalen Fachleuten sowie Repräsentanten öffentlicher Institutionen, Unternehmen und NGOs. Partner der Swiss WebAcademy beim Veranstalten der Konferenz sind die Bukarester Consultingfirma „P Finder Consult“ des Politologen Dorel [andru und der Verein der IT-Fachleute im Businessbereich (ASIA). Teilnehmen können alle Interessenten, die sich bis zum 23. September bei der Swiss WebAcadamy anmelden müssen.

In Rumänien werde derzeit großes Gewicht auf das Verfolgen der Cyber-Kriminalität gelegt, die Aufklärung über die bestehenden Gefahren jedoch vernachlässigt, sagte der Schweizer Fachmann. Der Begriff „Sicherheit“ müsse in das Entwicklungskonzept jedwelcher Firma integriert werden, in Rumänien hätten von zehn PC-Nutzern nämlich zirka zwei Trojaner im System, die den Datenklau ermöglichen. Bei der Pressekonferenz gab Dr. Chrzanovski den Rat, die persönlichen Daten nicht auf Smartphones zu speichern, weil die, wie auch die Tablets, dem Datenklau am meisten exponiert sind. Als Grundregeln, um sich im virtuellen Raum zu schützen, nannte er, das Posten auf sozialen Netzwerken zu vermeiden, auf Firmendaten oder Konten nie über kostenlosen Wireless-Zugang (auf Flughäfen oder in Lokalen zum Beispiel) zuzugreifen und Unbekannte nicht als „Freunde“ in den sozialen Netzwerken zu akzeptieren oder ihnen auf Mails zu antworten. 

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