Kontrovers

Kein Brot für die Spiele

Mittwoch, 02. August 2017

Brot und Spiele (panem et circenses) hatten einst die römischen Machthaber auserkoren, um ihre Position im Staat zu erhalten. Heute sind die Spieler offiziell keine Gladiatoren mehr sondern - zumindest in der westlichen Welt – hochdotierte Multimillionäre. In der rumänischen Sportwelt verkommen viele zu Gladiatoren, die nur kämpfen, aber dafür keinen Lohn beziehen, weil die Geldquellen manchmal urplötzlich versiegen. Andere Sportler werden komplett ausgemustert. Vorzeitig. Bei vielen guten Ansätzen der Temeswarer Stadtverwaltung sieht es derzeit nach Chaos im und um das Temeswarer Sportgeschehen aus.

Seit Jahren bauen nun schon die Stadt und die TU Politehnica eine Sporthalle. Wohl höchste Zeit, sagen wohl manche, denn mit Zunahme der Erstligisten haben nicht einmal alle Platz zum trainieren. Auch sonst ist die Olympia-Halle „Constantin Jude“ in all ihren Facetten überholt. Ob Geld für all den angesagten Sport in der Erstklassigkeit da, wird die Saison zeigen. Erste Vorzeichen möglicher Zitterrunden zeigen sich bereits ab. Die Finanzbehörde hat nämlich den Deckel auf den Konten der Fußballer von ACS Poli Temeswar und die Gelder aus Fernsehrechten können vorläufig nicht abgehoben werden, möglicherweise wandern sie auch direkt zum Staat und all die Neueinkäufe mit ihren Hoffnungen könnten lange mit leerer Kreditkarte dastehen. Wie sich unbezahlte Fußballer verhalten, überhaupt dann, wenn sie nichts wie ihr Geld an Stadt und Verein bindet, ist längst bekannt.

Wenn es da erneut schief läuft, wird der Bürgermeister Nicolae Robu erneut hart an die Kandare genommen, weil er den Schachverein AEM in den Ruin getrieben hat. So nämlich wird die Situation in Temeswar gelegentlich dargestellt, obwohl auch das gleichnamige Unternehmen und der Kreisrat dem einzigen Temeswarer Champions-League-Sieger die Finanzierung gestrichen haben.

Das letzte Highlight in Sachen Sport – Finanzen – Tradition ist das Nein von Nicolae Robu zum Schwimmhalle im Südteil des Zentralparks. Seit Jahren ist die nostalgiegetränkte Anlage eine Kloake. Die Kritiker von Robu und die Nostalgiker einstiger Sportbewegung in Temeswar haben neuen Nährboden gefunden. Und der wird weiter erhalten bleiben, denn der Stadtvater wird kaum – wie viele fordern – an gleicher Stelle eine neue Anlage errichten lassen.

Übrigens: Die drei Fragen der Banater Zeitung, um das Wohl und Weh von Poli (wir berichteten), hat der Bürgermeister immer noch nicht beantwortet. Reichlich circenses.

Kommentare zu diesem Artikel

RonFlOday, 21.10 2017, 08:11
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