Korrekturwoche für die Bukarester Wertpapierbörse BVB

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 17. März 2015

In der vergangenen Woche wurden an der Bukarester Wertpapierbörse BVB insgesamt 168,4 Millionen Lei oder umgerechnet 37,9 Millionen Euro mit Aktien umgesetzt. Gegenüber der Vorwoche ist dies ein Umsatzplus von 22,9 Prozent. Am umsatzstärksten waren wieder einmal der Fonds Proprietatea (FP, 0,843 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) mit einem Wochenumsatz von 48,7 Millionen Lei, gefolgt vom Erdgasversorger Romgaz (SNG, 33,15 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) mit 33,4 Millionen Lei und der SocGén-Tochter BRD (BRD, 9,38 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) mit 18,9 Millionen Lei. Mit dabei auch die Aktien der Banca Transilvania (TLV, 2,12 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1), mit denen 12,1 Millionen Lei umgesetzt wurden. Mit Aktien des Stromversorgers Transelectrica (TEL, 29,94 Lei, ISIN ROTSELACNOR9) wurden in der vergangenen Woche 10,4 Millionen Lei umgesetzt.

Auch der Markt für Anleihen wurde zu neuem Leben erweckt. Am Montag vergangener Woche startete die Europäische Zentralbank (EZB) den Anleihenkauf für 60 Milliarden Euro pro Monat. Das ließ anscheinend auch rumänische Anleihen wieder interessant werden. In der vergangenen Handelswoche wurden 5,13 Millionen Lei (oder 1,15 Millionen Euro) mit Anleihen umgesetzt.

Indizes schlossen im Minus

Doch die höheren Umsätze konnten nicht verhindern, dass die Indizes im Minus schlossen. Der Bukarester Markt verlor in der vergangenen Woche 1,9 Prozent im Durchschnitt. Der Hauptindex BET schloss nach einem Verlust von 119,9 Punkten zwar immer noch jenseits der 7.000-Punkte-Marke, doch das Minus von 1,67 Prozent lag im allgemeinen Trend. Auch der BETPlus-Index verlor prozentual so viel und rutschte so näher an die 1000-Punkte-Marke. Mehr verlor der ROTX-Index (1,8 Prozent), doch er behielt die Position jenseits der 13.000-Punkte-Marke. Bei einem Wochenverlust von 2,5 Prozent rutschte der BET-FI unter die 31.000-Punkte-Marke und schloss bei 30.413,78 Punkten.

Aktien müssen Federn lassen

Da die Marktkapitalisierung binnen einer Woche um 1,09 Prozent zurückgegangen ist, muss man auch von rückläufigen Aktienkursen ausgehen. Und tatsächlich wiesen 41 Aktien Verluste auf, während nur 14 die Woche mit Kurszuwächsen abschlossen. Die höchsten Wochengewinne strichen die Donauwerft Şantierul Naval Orşova (SNO, 2,8970 Lei, ISIN ROSAUVACNOR4) und das Pharma-Unternehmen Ropharma (RPH, 0,37 Lei, ISIN ROIAFRACNOR4) ein mit 5,73 Prozent beziehungsweise 4,22 Prozent.

Der mit Abstand größte Verlierer der Woche war das Erdölhandelsunternehmen Petrolexportimport (PEI, 9,42 Lei, ISIN ROPEIMACNOR6) – ein Spekulationsobjekt der vergangenen Monate – mit einem Verlust von 32 Prozent. Damit fielen die Aktien wieder unter die 10-Lei-Marke. Des Weiteren wies noch der Backwarenhersteller Boromir Prod (SPCU, 0,1019 Lei, ISIN ROSPCUACNOR2) einen Wochenverlust im zweistelligen Bereich von 11 Prozent aus. Interessant dürfte in dieser Woche die Entwicklung der Aktien von OMV Petrom . Der im schweizerischen Baar ansässige Rohstoffhändler Glencore wurde von einem britischen Gericht in erster Instanz zur Zahlung von 40 Millionen US-Dollar für Falschlieferungen zwischen 1993 und 1996 an zwei Vorgängerunternehmen von Petrom verurteilt.

Rasdaq

Anders als in der vorvergangenen Woche, als der Handel zweimal die Millionen-(Lei)-Umsatzgrenze durchbrochen hat, wurde in der vergangenen Woche wieder deutlich weniger mit Aktien umgesetzt am Sekundärmarkt. Der durchschnittliche Tagesumsatz lag bei 0,1 Millionen Euro, die Spitze wurde am Mittwoch mit umgerechnet 0,19 Millionen Euro Tagesumsatz erreicht. Anders als der Hauptmarkt aber konnte der Hauptindex Rasdaq-C in der vergangenen Woche mit einem leichten Kurszuwachse abschließen. Das Plus betrug nur 0,65 Prozent, der Hauptindex konnte sich so aber weiter gut jenseits der 1.400-Punkte-Marke festigen. Dabei wäre sogar noch etwas mehr drin gewesen, hätte es am Freitag nicht einen Dämpfer von 0,25 Prozent gegeben.

Devisen

Wie zu erwarten war, hat der Start der Anleihenkäufe durch die Europäische Zentralbank für monatlich bis zu 60 Milliarden Euro die europäische Gemeinschaftswährung geschwächt. Allerdings wurde auch der rumänische Leu leicht in Mitleidenschaft gezogen. Zum Euro verlor die rumänische Währung nur 0,16 Prozent, der Euro notierte am vergangenen Montag bei 4,4472 Lei. Stark unter Druck geriet die rumänische Währung von Seiten des US-Dollar. Der legte im Wochenrückblick satte 3,75 Prozent zu und schloss die Woche mit einem neuen Höchststand von 4,2012 Lei.


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