Korruptionsskandal um Bischofsvikar Paisie Lugojeanul

Mit einer Demo wurde der Rücktritt des Glaubensvertreters gefordert

Dienstag, 26. Februar 2013

Temeswar - Eine Gruppe von Demonstranten hat am Sonntag nach der heiligen Messe auf den Treppen der orthodoxen Kathedrale die Entlassung des Bischofsvikars Paisie Lugojeanul gefordert. Dem Glaubensvertreter wird vorgeworfen, europäische Gelder unterschlagen zu haben. Seit zwei Jahren hätten Dutzende hilfsbedürftige Kinder, die sich in ein soziales Programm der Kirche eingeschrieben haben, das monatlich versprochene Hilfsgeld in Höhe von 100 Lei nicht erhalten. Den Betroffenen hätte man das Geld nur zwei Monate lang ausgezahlt. Mit der Begründung, dass man auf die Gelder von der EU warten würde, hat die Kirche danach die Auszahlung der Hilfsgelder eingestellt. Gegen den Bischofsvikar hat die Nationale Antikorruptionsbehörde (DNA) inzwischen ein Verfahren eingeleitet.

Die aufgebrachten Demonstranten zeigten Plakate mit den Parolen „Paisie muss gehen!“ und „Paisie repräsentiert nicht die Kirche!“. Weil den Demonstranten die notwendigen Genehmigungen fehlten, hat eine Gendarmerietruppe den Protest aufgelöst. An der Demo beteiligte sich auch die Journalistin Lia Lucia Epure. Sie fordert, dass der Bischofsvikar aus seinem Amt suspendiert wird, solange die DNA gegen ihn ermittelt.

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