Kostenloses Afterschool-Projekt

Stiftung „Bavaria-România“ hilft Kindern aus sozial schwachem Umfeld

Freitag, 25. Oktober 2013

Im Erledigen von Hausaufgaben helfen angestellte Lehrer sowie freiwillige Helfer vom Lehrgang „Soziale Assistenz“.
Foto: Andrey Kolobov

Hermannstadt - Im Rahmen eines neuen Vorhabens bietet die Stiftung „Bavaria-România für soziale Assistenz in Rumänien“ seit einigen Wochen 15 Kindern aus sozial schwachem Umfeld Unterstützung an. Die Schüler im Alter von sechs bis neun Jahren besuchen kostenlos ein After-School-Projekt, das zum großen Teil von der Sendung „Sternstunde“ des Bayerischen Fernsehens unterstütz wird. Das Projekt wurde am Mittwoch von Dr. Walter Gebhardt, dem geschäftsführenden Direktor der Stiftung, sowie Oberamtsrat Uwe Fabritius vom bayerischen Arbeitsministerium vorgestellt.

Zwischen 13 und 17 Uhr werden in den renovierten Räumen des Departments für protestantische Theologie der Lucian-Blaga-Universität sowohl Hilfe beim Erledigen der Hausaufgaben als auch ein Lernspielprogramm angeboten. Dazu bekommen die Schüler eine warme Mahlzeit. „Diese ist für viele von ihnen die erste und einzige am Tag“, meinte Ruxandra Gebhardt, die Leiterin des Projektes. „In der ersten Woche hatten wir Angst, dass das Essen nicht ausreichen wird, weil die Kinder alles aufaßen, was sie auf den Teller bekamen. Nachdem sie bemerkt haben, dass das Essen für alle da ist und sie es nicht schnellstens verschlingen sollen, haben sie sich etwas beruhigt“, erzählte sie. Erstaunlich und erschreckend gleichzeitig sehen auch die Kinder das Essen, „insbesondere die Nachspeisen“, als den wichtigsten Part der Afterschool.

Das Afterschool-Projekt ist für zwei Jahre angelegt. Die Finanzierung liegt bei 50.000 Euro, davon wurden 36.000 Euro mit Hilfe der Sendung „Sternstunden“ gesammelt. Für die restlichen Mittel sorgt ein Förderverein. „Man könnte denken, dass 15 Kinder, die am Projekt teilnehmen, zu wenig sind, denn der Bedarf hierzulande ist und bleibt sehr groß. Es ist jedoch ein Anfang, ein guter Anfang“, meinte Uwe Fabritius. Geplant ist die schrittweise Vergrößerung der Anzahl der teilnehmenden Kinder.

Die Kinder stammen aus verschiedenen sozialen Gruppen in Hermannstadt/Sibiu: „Die Spannbreite reicht von den Fabrikarbeiterinnen bis hin zu Ärzten und Lehrern“, erklärte Ruxandra Gebhardt. Ausgewählt wurden die Kinder nach dem Prinzip des Durchschnittseinkommens, welches unter 500 Lei pro Familienmitglied liegen sollte. Desgleichen besuchen vier Kinder aus einem Kinderheim die Einrichtung: „Für sie ist es wichtig, sich mit den anderen Kindern sozialisieren zu können“, so Gebhardt.

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