Krankenhausgebühren festgelegt

Weit kommt damit kein Spital, meinen die Manager

Donnerstag, 04. April 2013

Reschitza/Karansebesch - Obwohl die Verfügung des Gesundheitsministeriums, Zuzahlungen von allen Patienten einzufordern, schon am 1. April in Kraft getreten ist, entschieden im Banater Bergland erst dieser Tage die Verwaltungsräte der Krankenhäuser über deren Höhe.  Dumitru Secăşan, der Manager des Notfallkrankenhauses Reschitza, teilte mit, dass er seinem Verwaltungsrat vorgeschlagen hat, von den Patienten bei der Entlassung sieben Lei Gebühren einzufordern. Aller-dings: „Dieses Geld schafft böses Blut, aber kaum Geld in die Kassen des Krankenhauses“, gab sich Dr. Secăşan ungewöhnlich offen. Sein Verwaltungsrat nahm den Vorschlag an. Die „Zuzahlung“ sei eher eine Methode des Gesundheitsministeriums, die Öffentlichkeit darauf hinzuweisen, dass das gesamte System unterfinanziert ist. „Unser Krankenhaus behandelt in Jahresdurchschnitt 29.000 Patienten. Mit den sieben Lei, die nach einem Spitalsaufenthalt von zahlungspflichtigen Patienten zu begleichen sind – es sollte nicht vergessen werden, dass die Mehrheit der ‘Zuzahlung’ enthoben sind! – werden etwa 30 Prozent unserer Patienten insgesamt etwa 63.000 Lei im Jahr zahlen.

Damit kann ich gerade mal für einen Monat die Heizungskosten begleichen – wenn es nicht gerade ein kalter Monat ist!“ Da die „Zuzahlung“ ein einziges Mal entrichtet wird, bei der Entlassung, unabhängig davon, wie lange der Patient im Krankenhaus lag, kommt wirklich nicht viel zusammen.  Ausgenommen von der ‘Zuzahlung’ sind u. a. alle Patienten, die über die Notaufnahme im Krankenhaus landen, alle Patienten, die an chronischen Krankheiten leiden , Kinder unter 18 Jahren, Schwangere, Wöchnerinnen, Behinderte und Rentner mit weniger als 740 Lei Monatsrente.
Das Städtische Notfallkrankenhaus Karansebesch hat zweierlei „Zuzahlungen“ festgelegt: 5 Lei für die Bewohner von Karansebesch und 10 Lei für die Bewohner der dem Krankenhaus zugeordneten Ortschaften in einem weiten Umfeld. Letztere dürften dann zwei Drittel aller Patienten ausmachen, weiß man aus den Krankenhausstatistiken.

Dr. Horea Radu, der Krankenhausmanager, sieht die Sache etwas anders als Dr.Secăşan in Reschitza: „Es steht außer Zweifel, dass jedes Zusatzgeld, über das wir verfügen dürfen, willkommen ist. Die Instandhaltung und das gute Funktionieren eines Krankenhauses kostet viel. Allerdings bewirken die vielen Ausnahmen von der Zahlungsverpflichtung, dass letztendlich nicht viel Geld für das Krankenhaus übrig bleibt.“ Insgesamt werden laut Statistik der Gesundheitsversicherungskasse CAS Karasch-Severin in Karansebesch rund 1000 Patienten monatlich entlassen, von denen, bei allen Ausnahmen, rund ein Drittel als „Zuzahler“ angesehen werden können.

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