Kreativität und Originalität bewertet

Landeswettbewerb der Deutscholympiade in Sathmar

Mittwoch, 15. April 2015

Auch die Projektarbeit wurde bewertet und belohnt

Dozentin Ioana Velica, Vorsitzende der Kommission der Olympiade analysiert die Arbeiten und gibt Ratschläge

Gespanntes Warten auf Preisverleihung
Fotos: László Ilyés

Sathmar - Über 100  Schüler aus sechzehn Ortschaften des Landes nahmen heuer an der Olympiade im Fach Deutsch als Muttersprache auf Landesebene im Johann Ettinger- Lyzeum in Sathmar/Satu Mare teil. Die Teilnehmer kamen bereits am 6. April an und wurden im Internat des Lyzeums untergebracht. Die Eröffnungsfeier des Events fand am 7. April in der Dinu Lipatti-Philharmonie statt. Die schriftlichen Arbeiten erfolgten am 8. April. Am nächsten Tag machten die Schüler in Kleingruppen Projektarbeit. Zum Rahmenprogramm der Olympiade gehörte u.a. der Besuch im Hallenbad, ein Stadtrundgang, ein Ausflug nach Großkarol/Carei und Petrifeld/Petreşti sowie ein Tanzabend.

Vor allem die Kreativität und Originalität aber auch die Sprachkompetenzen der Schüler der Klassen 7 bis 12 wurden im Landeswettbewerb der diesjährigen Deutscholympiade geprüft und bewertet. „Wir setzen auf die Kreativität und Originalität der Teilnehmer, die schwer zu bewerten sind, aber jedes Jahr versuchen wir die Kriterien immer besser festzulegen und lassen die Schüler frei schreiben“, sagt Dr. Alexandru Szepesi, Direktor für Minderheiten im Ministerium für Bildung und Forschung und Exekutivvorsitzender der Kommission der Olympiade. Auch Dr.Ioana Velica, Fachprofessorin für Deutsch an der Babeş-Bolyai-Universität Klausenburg/Cluj Napoca und Vorsitzende der Kommission meint, dass die Themen der Olympiade die Phantasie der Schüler angeregt hätten: „Bei vielen Arbeiten hat man gesehen,dass die Teilnehmer ihrer Phantasie freien Lauf gelassen haben“.

 Die Meinungen der Schüler über die Themen der Olympiade waren unterschiedlich. Arnold Şerban, Schüler der Klasse 11 des Ettinger-Lyzeums fand das Thema, anhand eines Zitates einen Text zu zu verfassen, leicht und interessant. Andrea Matécsa, ebenfalls Ettinger-Schülerin in der Klasse 12 meinte, dass die Aufgabe von einem Bild auszugehen, um einen Text zu schreiben super sei, aber schwierig. Andreas Bodnariuc, Schüler der Klasse 10 des Joseph Haltrich-Lyzeums aus Schäßburg/Sighişoara wurde von dem Thema anhand eines Bildes zu schreiben zwar überrascht, fand es aber interessant. Karla Fröhlich, Schülerin der Klasse 9 des Joseph Haltrich- Lyzeums aus  Schäßburg fand das Thema eine Geschichte fortzusetzen ganz gut und kreativitätsfördernd.

 Neben der Kreativität und Originalität wurden auch die Sprachkompetenzen der Teilnehmer geprüft. „Die Sprachkompetenz der Schüler war vor allem in den größeren Klassen gut. Es gab auch einwandfreie Arbeiten“, meint Universitätsprofessorin Velica.

Seit vier Jahren werden neben der schriftlichen auch die mündlichen Kompetenzen der Schüler im Rahmen einer Projektarbeit geprüft. Die Teilnehmer der Olympiade wurden in Gruppen eingeteilt und jede Gruppe musste einen mündlichen Beitrag von fünf Minuten über ein bestimmtes Thema vorbereiten. Die Beiträge wurden dann im Plenum vor einer Jury präsentiert. „ In der Schule ist es oft viel einfacher die schriftlichen Leistungen der Schüler zu prüfen und gerade deswegen hat die Projektarbeit eine wichtige Rolle, denn so werden auch die mündlichen Kompetenzen der Schüler gefördert“, sagt die Vorsitzende der Kommission der Olympiade.

Auch Alexandru Szepesi, Exekutivvorsitzzender der Kommission der Olympiade denkt, dass die Gruppenarbeit für die Teilnehmer der Olympiade vorteilhaft sei: „Es wird nur deutsch gesprochen. Außerdem werden auch die sozialen Kompetenzen der Schüler gefördert, denn die Teilnehmer kommen aus verschiedenen Kreisen des Landes und sogar Freundschaften werden geschlossen“, meint Alexandru Szepesi. Zu den Vorteilen der Deutscholympiade gehöre, so Ioana Velica, dass die Schüler selbst sehen können wie ihre Sprachkenntnisse sind. Die beiden Kommissionsleiter fanden die Organisation der Olympiade seitens des Ettinger-Lyzeums sehr gut. „Seit fünfzehn Jahren wurde in Sathmar keine Deutscholympiade veranstaltet, da war die Zeit dafür gekommen. Von Anfang an hat man uns unterstützt,die lokalen Behörden und das Deutsche Forum haben diese Initiative gefördert. Fast alle Kollegen des Ettinger-Lyzeums haben bei der Organisation mitgemacht. Auch die Kulturereignisse bei der Eröffnung fand ich sehr schön.“, sagt Szepesi. Professorin Velica zeigte sich mit der Organisation genauso zufrieden und fand auch die Atmosphäre des Lyzeums gut. Sie möchte gerne wiederkommen um die Schule besser kennenzulernen.

Die Deutscholympiade wurde mit der feierlichen Preisverleihung, die am 10.April stattfand, abgeschlossen. Begrüßt wurden die Anwesenden im Schulhof von Maria Reiz, Direktorin des Johann Ettinger Lyzeums. Mit ihrer Anwesenheit beehrten die Abschlussfeier u.a. Ovidiu Ganţ, DFDR-Parlamentarier, Birgit Söldenwagner, Fachberaterin und Koordinatorin für Deutsch in Nord- und Westrumänien, Claudiu Mondici, Generalschulinspektor für den Kreis Sathmar, Norbert Heilmann, Vorsitzender des Deutschen Forums Kreis Bihor, Josef Hölzli, Vorsitzender des DFDR Sathmar und Leiter der Sathmarer Stiftung für Internationale Zusammenarbeit sowie Stefan Leitner, stellvertretender Vorsitzender des Stadtforums Sathmar und Leiter der Firma Zollner in Sathmar und Dan Brumboiu, Direktor der Firma PoliPol in Fienen/Foieni. Die Gewinner der Olympiade erhielten Diplome, Preisgelder und Bücher. Die Preise spendeten das Ministerium für Bildung und Forschung, die Deutsche Botschaft sowie das DFDR Sathmar und die Firmen Zollner und PoliPol. Die vollständigen Ergebnisse der Olympiade kann man auf der Internetseite http://olimpiada-nationala-germana-materna.wikispaces.com finden. Nächstes Jahr wird derLandeswettbewerb der Deutscholympiade in Großwardein/Oradea veranstaltet.

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Die Preisträger der Klassse VII sind Eva Plajer vom Theoretischen Lyzeum „Johannes Honterus“ aus Kronstadt (Platz 1), Maria Trappen vom Brukenthal-Nationalkolleg aus Hermannstadt (Platz 2) und Shaina Grace Cotoarba vom Theoretischen Lyzeum „J. Haltrich“ in Schäßburg (Platz 3).

In der Klasse VIII holten Vladimir Popa vom Bukarester Goethe-Kolleg den ersten Platz, Raphael Toth vom H. Oberth-Gymnasium aus Mediasch den zweiten Platz und Mark Alexander Maier vom Theoretischen Lyzeum „Johannes Honterus“ Platz 3.

Karla Fröhlich vom Theoretischen Lyzeum „J. Haltrich“ gewann den ersten Platz, Alexandra Georgia Basarab vom Decebal-Nationalkolleg aus Deva den zweiten Platz und Isabella Floroni vom C. Brediceanu-Nationalkolleg aus Lugosch Platz 3 in der Klasse IX.

In der Klasse X erhielt Maya Kielhorn vom Brukenthal-Nationalkolleg Platz 1, Diana Maria Sămărghiţan vom Goethe-Kolleg Platz 2 und Leon Selea, ebenfalls vom Brukenthal-Nationalkolleg, Platz 3.

Ileana Vodă, Schülerin des Goethe-Kollegs, belegte Platz 1 in der Klasse XI, Stefanie Ziegler vom Brukenthal-Nationalkolleg Platz 2 und Iohanna Reinholz vom Theoretischen Lyzeum „Adam Müller Guttenbrunn“ aus Arad Platz 3.
Ebenfalls aus dem Theoretischen Lyzeum „Adam Müller Guttenbrunn“ stammt Alexandra Kaiser, Erstplatzierte in der

Klasse XII. Miruna Sophia Popa vom Theoretischen Lyzeum „Nikolaus Lenau“ aus Temeswar belegte Platz 2, gefolgt von Greta-Raluca Dădălău vom George Coşbuc-Nationalkolleg in Klausenburg auf Platz 3.

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