Kreis Hermannstadt: Bevölkerung ist geschrumpft

4.177 Personen betrachten sich als Deutsche, 3.693 sprechen Deutsch als Muttersprache

Samstag, 28. Januar 2012

Hermannstadt - Um 45.732 Personen hat die Bevölkerung des Kreises Hermannstadt/Sibiu in den vergangenen zehn Jahren abgenommen. Erste Ergebnisse der Volkszählung von Ende Oktober 2011 wurden am Mittwoch in der Sitzung des Präfektur-Kollegiums bekannt gegeben. Es handelt sich dabei um vorläufige Resultate, die auf der Auswertung der Zentralisatoren und nicht der einzelnen Fragebögen fußen. Die veröffentlichten Daten werden bis Ende Mai durch Koeffizienten des Nationalen Institutes für Statistik korrigiert, erklärte Liviu Boloş, der Leiter des Kreisstatistikamtes.

Als Personen mit stabilem Wohnsitz im Kreis wurden 375.992 Personen gezählt. Davon erklärten sich 340.836 als Rumänen, 17.901 als Roma, 10.893 als Ungarn und 4.177 als Deutsche. Was die Muttersprache angeht, gaben 357.067 Personen Rumänisch an, im Fall von 9.961 Leuten ist es Ungarisch, 3.591 betrachten Romanes als Muttersprache und 3.693 Deutsch. Bei der Volkszählung 2002 hatte es im Kreis 6.608 Deutsche gegeben, im Jahr 1992 hatten sich 17.122 Personen zu der deutschen Minderheit bekannt. In der Stadt Mediasch ist die Zahl der Deutschen um 419 von 1.113 auf 694 gesunken. Als Ungarn hatten sich bei der vorigen Volkszählung 15.344 Personen bekannt, ein Zuwachs ist im Falle der Roma – 776 – zu verzeichnen. Im Kreis gibt es zurzeit sodann 60 Lipowener, 31 Juden, 28 Ukrainer, 21 Serben, 30 Türken, 3 Tataren und 3 Slowaken.

Von der Gesamtbevölkerung des Kreises leben 137.026 Personen in der Stadt Hermannstadt (um 17.866 weniger als 2002). Die Bevölkerung von Mediasch hat von 55.153 auf 44.169 Personen abgenommen. In den Städten des Kreises wohnen insgesamt 245.922 Personen und das sind um fast 40.000 weniger als vor zehn Jahren. Die Dorfbevölkerung macht 130.070 Personen aus. Im gesamten Kreis wurden 358 ausländische Staatsbürger registriert, von denen 220 in der Kreishauptstadt und 27 in Mediasch wohnen. Zeitweilig im Ausland oder in anderen Ortschaften im Land leben 9.760 Personen. Die 166.983 Wohnungen befinden sich in 93.091 Gebäuden.

Was die Konfessionszugehörigkeit angeht (worüber die detaillierten Daten nicht vorliegen), teilte Boloş mit, 336.256 Bewohner erklärten sich als orthodox, 7.608 als uniert (griechisch-katholisch), 5.664 gehören der reformierten Kirche an, 4.822 sind römisch-katholisch, 4.827 Personen sind Pfingstler und 3.070 Baptisten.

Kommentare zu diesem Artikel

Norbert, 27.12 2012, 15:30
Bei einem Bevölkerungsrückgang dieses Ausmaßes. Muß man als erstes einmal wissen.das in der Kommonistischen Zeit unter Ceucescu..die Bevölkerungszahl durch erhebliche politischen Willen nach oben geschossen ist. Wenn sie jetzt unter demokratischen Wandel zu normalen Verhältnissen kommt,und dabei schrumpft.Ist dies nur ein normaler Zustand.
Zweitens ist der ökonomische Unterschied in Rumänien zwischen einfachen Arbeitern und geschäftstreibenden Riesengroß.drittens haben die rumänen allgemein kein sehr gutes Verhältnis zu staatlichen Organisationen. Das Vetrauen in Gemeinden Städte parteien und Regierungen besitzt in Rumänien kein hohes Ansehen. So das viele ihre Lebens planung im Europäischen Ausland suchen und finden.
Der Prozess wird unvermindert weiterehen und sich beschleunigen.da ob mit oder ohne Schengenabkommen die Leute ihre Zukunft in anderen Staaten suchen.Rumänische Politik setzt sehr oft auch auf die falsche Pferde (Partner).Siehe in der Irakkrise als sie sich gegen Deutschland und Frankreich entschieden und wegen dem Versprechen de Amerikaner (wegen ein paar Dollar) sich dafür aussprachen. Das haben diese zwei Länder bis heute nicht vergessen.Es gibt keine besonderen Aufmerksamkeiten seit 10 Jahren dieser beiden Länder auf Rumänien. Sondern man schiebt die Probleme der Rumänien kommentarlos an Die EU an den IWF andie Weltbank und läßt die jetzt knallhart die Rumänen auflaufen. Die Rumänische Politik gat komplett vergessen das sie nur Deutschland und im Schlepptau Frankreich es zu verdanken haben das sie überhaupt in der EU sind.Ein gravierender Fehler.Weiter vollzieht sich die Erkenntniss das in einer solchen Verfassung (Nationalstaat)dort viele Regionen Dörfer kleine Städte so verelenden Straßen Häuser
Menschen. und an anderen Stellen sich sehr viel Kapital sich bündelt. Große Häuser Autos .usw.Es gitbt da nicht wie in Ländern Mitteleeuropas (sprich Deutschland) einen Ausgleich für schwächere Gegenden (Sprich Bubdesländerfinanzausgleich. Ich komme zu dem Ergebnis. Das im Jahre 2020 Schätzungsweise nur noch 14 Millionnen Menschen in Rumänien lebeb werden.davon 5Millionen sich bekennnde Zigeuner und 2 Millionen verunsicherte Zigeuner die sich noch nicht öffentlich zu dieser Volksagruppe Bekennen ,(Öffentlich. weiter 1.5 milölionen Ungarn die bis 2020 die Abspaltung oder autonomie Politisch formulieren werden. Siehe Tscheschien Sloweikei.Das ehemalige Siebenbürgen wird in ein Vakuum fallen. Der Rumäne weiß und hat keine Beziehung dazu das dieses aus den Verlorenen Kriegen 1918 und dann Endgältig 1945 ungewollt der Bevölkerung zwangseingefügt wurde. Ich selbst bin sehr froh das dies so kommen wird.Es wird eine geschichtliche Korrektur (bessser gesagt richtigstellung) der Geschichte geben. Die den Menschen Politisch zwangsweise Aufgezwungen wurde.
Malve, 29.01 2012, 18:40
@Helmut: Die Statistik sagt ja noch nichts darüber aus, wo die Leute hingezogen sind.
Klar, viele ziehen ins Ausland (etwa im Zuge des "Braindrains" oder als Gastarbeiter) - aber ich frage mich auch, inwieweit der demographische Wandel oder die inländische Migration eine Rolle spielen.
Helmut, 28.01 2012, 17:14
Eigentlich ein sehr trauriges Ergebnis.
Es stellt sich doch die Frage,warum ging die Bevölkerungszahl so stark zurück.
Dies hat doch Ursachen und die liegen
doch an der gesamten ökonomischen und politischen Situation Rumäniens.
Hoffentlich,wachen die Verantwortlichen bald auf,damit wir nicht in einigen Jahren einen noch stärkeren Bevölkerungsrückgang feststellen müssen.

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